Auch in der DEL2 müssen sich Spieler und Zuschauer in der kommenden Saison an einige Änderungen beim Bully gewöhnen. Grundlage sind Anpassungen im Regelwerk des Weltverbandes IIHF, die auch in der zweithöchsten deutschen Spielklasse Anwendung finden.
Besonders auffällig: Bully-Vergehen werden künftig konsequenter bestraft. Leistet sich ein Center beim Anspiel einen Regelverstoß, wird er nicht mehr zunächst verwarnt, sondern direkt vom Bully weggeschickt. Ein Mitspieler muss anschließend übernehmen. Begeht dasselbe Team beim gleichen Anspiel erneut einen Verstoß, kann eine Strafe wegen Spielverzögerung folgen. Eine Ausnahme gibt es nach einem Icing. Hier bleibt es zunächst bei einer Verwarnung, der Center wird nicht ausgetauscht. Der Hintergrund ist simpel: Die Mannschaft, die das Icing verursacht hat und ohnehin nicht wechseln darf, soll nicht durch einen absichtlich provozierten Centerwechsel zusätzliche Zeit zum Durchatmen gewinnen.
Auch beim eigentlichen Einwurf ändert sich etwas. Künftig müssen beide Center ihre Schläger vollständig auf dem Eis haben, bevor der Linienrichter den Puck freigibt. Bislang musste der verteidigende Spieler seinen Schläger zuerst positionieren, der Puck konnte anschließend bereits eingeworfen werden, sobald auch der angreifende Center bereit war. Für die Spieler bedeutet das vor allem: weniger Spielraum beim Anspiel und eine strengere Auslegung von Verstößen. Gerade zu Saisonbeginn dürfte es deshalb interessant werden, wie schnell sich die DEL2-Teams an die neuen Abläufe gewöhnen.

















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