29.06.2018 - 13:32 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Jetzt noch einen draufsetzen

Zwei Vohenstraußer Deutsche Meister im Lacrosse - Grießl auch bei der WM dabei

Die beiden gebürtigen Vohenstraußer Wolfgang Grießl (links) und Harald Haberl freuen sich über den Gewinn der deutschen Meisterschaft mit ihrem Verein HLC Rot-Weiß München.
von Armin Eger Kontakt Profil

Vohenstrauß/München.(eg) Die deutsche Meisterschaft ist im Sack. Im Juli geht es zur Weltmeisterschaft nach Israel und im September zum Ken-Gallucio-Cup in die belgische Stadt Gent. "Danach ist für mich Schluss", sagt der gebürtige Vohenstraußer Wolfgang Grießl. "Das ist ein würdiger Abschluss meiner Karriere."

2008 hatte der 31-Jährige an der Universität mit Lacrosse angefangen. "Es macht einfach riesig Spaß", sagt Grießl. Er spielte bald für das Bundesliga-Team von HLC Rot-Weiß München und holte mit der Mannschaft 2010, 2012, 2015 und in diesem Jahr die deutsche Meisterschaft.

Vohenstraußer im Tor

Im Tor stand mit Harald Haberl ein weiterer Oberpfälzer. "Ich habe den Harald bei uns in Vohenstrauß angesprochen, ob er sich das nicht mal anschauen will", erzählt Grießl. Und bei dem damaligen Eishockeyspieler Haberl hat es sofort gefunkt. Seitdem ist er ebenfalls dem Spiel, das mit dem Eishockey sehr verwandt ist, verfallen. Gespielt wird mit einem Schläger, an dem ein Netz befestigt ist und mit einem Ball, der kurz gesagt, ins gegnerische Tor muss. Grießl lebt seit 10 Jahren für den Sport. "Zweimal Training, dazu zwei Einheiten im Kraftraum und ein Spiel in der Woche. Fünf Tage muss man da schon investieren, wenn man in der Bundesliga spielt", sagt der 31-jährige offensivorientierte Mittelfeldspieler. "Denn das Niveau wird bei allen Teams immer besser."

Der Erfolg gibt ihm Recht. Die Münchener marschierten in der Bundesliga Süd ohne Niederlage zur Meisterschaft. Damit waren sie berechtigt, an der deutschen Meisterschaft teilzunehmen. 12 Mannschaften aus den drei Bundesligen kämpften in Dortmund um den Titel. Im Halbfinale hat HLC München die Stuttgarter rausgekickt, im Finale besiegten sie Hamburg mit 16:10. Knapp sei es zunächst gewesen, sagt Grießl. Die Norddeutschen waren schon mit fünf Toren vorne, ehe der HLC die Partie drehte. "Harald im Tor hielt super und war maßgeblich mit für den Sieg verantwortlich", blickt Grießl zurück, der selbst drei Mal traf und zwei Mal auflegte. Mit diesem Erfolg sind die Münchener für den Ken-Gallucio-Cup in Gent qualifiziert. Das Turnier in Belgien ist mit der Champions-League im Fußball vergleichbar und das Nonplusultra im Lacrosse. Höhepunkt und eine Premiere für den 31-Jährigen ist die WM in Israel mit 56 Nationen.

Karriere-Ende

"Das wird der Schlusspunkt in meiner Karriere", sagt Grießl. "Ich musste auf Vieles verzichten und schauen, dass ich ständig fit bleibe. Jetzt reicht es." Am liebsten würde er allerdings nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft noch mit einem Titel abtreten. "Mal sehen, vielleicht geht ja was in Belgien oder Israel."

Info:

Was ist Lacrosse?

Lacrosse ist ein Mannschaftssport und gilt neben Eishockey als kanadischer Nationalsport. Gespielt wird auf einem 45 x 102 Meter großem Feld. Der 20 Zentimeter große Ball ist aus Hartgummi und wird mit dem Schläger gefangen, getragen und geworfen.

Der Schläger, genannt Crosse oder Stick, ist zwischen 101 und 183 Zentimeter lang. Im Schlägerkopf ist ein Netz, die sogenannte „Pocket“, geknüpft, das gleichzeitig präzises Passen und Ballkontrolle ermöglichen soll. Gespielt wird bei den Herren 4 × 20 oder 4 × 15 (amerikanische Ligen) und bei den Damen 2 × 30 Minuten. Eine Mannschaft besteht aus 9 Feldspielern und einem Torwart.

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