Weiden in der Oberpfalz
29.08.2026 - 19:31 Uhr
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Zu Null und das erste Lieder-Tor: SpVgg SV Weiden glücklich über Arbeitssieg

Hauptsache gewonnen – die SpVgg SV Weiden müht sich gegen den TSV Großbardorf zum zweiten Saisonsieg. Endlich mal zappelt der Ball nicht im eigenen Netz.

Weidener Jubel nach dem 1:0: Torschütze Friedrich Lieder (Dritter von rechts) holt sich die Gratulationen ab. Bild: Gerhard Büttner
Weidener Jubel nach dem 1:0: Torschütze Friedrich Lieder (Dritter von rechts) holt sich die Gratulationen ab.

Hinten muss die Null stehen – ein Klassiker unter den Fußball-Floskeln, aber auf den Saisonstart der SpVgg SV Weiden absolut anwendbar. Keines der ersten sieben Saisonspiele in der Bayernliga Nord hatten die Schwarz-Blauen ohne (mindestens) einen Gegentreffer überstanden. Was wohl einer der Hauptgründe dafür ist, dass die Mannschaft in den Tabellenkeller abrutschte. Am achten Spieltag nun die Saisonpremiere: SpVgg-SV-Keeper Eldin Becic hielt seinen Kasten sauber und prompt sprang am Samstag mit dem 1:0 (1:0) gegen den TSV Großbardorf der zweite Saisonsieg heraus.

"Wir haben das Ganze diszipliniert zu Ende verteidigt", lobte Trainer Michael Riester seine Spieler, wobei der SpVgg-SV-Trainer auch erkannte, wie schwer die Beine wurden je länger der Vergleich gegen den Aufsteiger aus Unterfranken andauerte. "Wir hatten jetzt die vierte oder fünfte Englische Woche, das dritte schwere Spiel binnen sieben Tagen. Vor allem im Pokal gegen Jahn Regensburg haben wir enorm viele Körner gelassen", sprach Riester den Kräfteverschleiß der letzten Tage und Wochen an. Er bat um Verständnis, dass "uns viele Stockfehler, viele Abspielfehler passiert sind."

Sylejmani fällt kurzfristig aus

Das Wichtigste sei, so Riester, "dass wir den Sieg gezogen haben, egal wie. Darüber bin ich sehr glücklich." Zumal mit dem wegen einer Ampelkarten gesperrten Mittelfeldspieler Lukas Schaller und Sahi Sylejmani zwei wichtige Spieler fehlten. Bei dem Stürmer hatte sich beim Aufwärmen eine Muskelverspannung bemerkbar gemacht. "Wir wollten kein Risiko eingehen", sagte Riester.

Alles andere als zufrieden war naturgemäß der Gästetrainer. "Ich glaube nicht, dass heute die bessere Mannschaft gewonnen hat, sondern jene, die effektiver war", ärgerte sich Robin Keiner. "Wenn wir Woche für Woche Chancen liegen lassen und dann Gegentore fressen, sind wir selber schuld." Seine nachvollziehbare Schlussfolgerung: "Dann bist du meistens nicht der Gewinner."

Dass in dem Kellerduell zwischen dem Tabellen-15 Weiden und den unmittelbar dahinterliegenden Großbardorfern keine fußballerische Feinkost zu erwarten war, dürfte jedem Fan bereits vor dem Anpfiff klar gewesen sein. Vielleicht war dies auch der Grund, wieso weniger Zuschauer als sonst ins Sparda-Bank-Stadion gekommen waren. Den Höhepunkt in einem insgesamt zerfahrenen Spiel lieferte aus Weidener Sicht bereits die sechste Spielminute. Patrik Vacek flankte von links in die Strafraummitte zu Christoph Fenninger. Der Ex-Bayreuther ließ den Ball abtropfen zu Friedrich Lieder und der Neuzugang jagte das Leder mit seinem ersten Treffer im vierten Saisonspiel im schwarz-blauen Dress zum 1:0 ins Netz.

In die richtige Spur gekommen

"So ein Tor freut einen für die Mannschaft und für sich selber sowieso", sagte Lieder. Der Mittelfeldspieler hob dabei nicht seine Vollstreckerqualitäten heraus, sondern lobte die gelungene Kombination, das Zusammenspiel in dieser Situation: "Das Schöne ist, dass das Tor gefallen ist, weil das Kollektiv funktioniert hat." Den knappen Sieg bewertete der 36-Jährige vor allem aus einem Grund positiv: "Der Saisonstart war ja durchwachsen. Aber wir sind jetzt in die richtige Spur reingekommen, dass wir dieses Spiel trotz einer mittelmäßigen Leistung durchziehen und gewinnen."

Die Weidener Spieler haben nun knapp eine Woche Zeit, um wieder neue Kräfte zu tanken. Am Freitag, 4. September, steht das nächste Punktspiel an. Dann hat man erneut Heimrecht, und zwar gegen den SV Fortuna Regensburg. Mit einem weiteren Dreier könnte sich die Wasserwerkelf in Richtung Mittelfeld katapultieren. Wobei Michael Riester ahnt, dass seine Schützlinge dann eine Schippe drauflegen müssen: "Jetzt lassen wir die Jungs mal durchschnaufen. Ich denke aber, wir brauchen in den nächsten Spielen wieder bessere Leistungen."

SpVgg SV Weiden: Becic, Vacek, Gebhard, Behnke, Lang, Ruda, Zeitler (68. Söllner), Lieder (79. Siegert), Horgan (90. Höfler), Rodler (59. Pühler), Fenninger (82. Hügel)

TSV Großbardorf: Stephan, Mangold (25. Amthor), Götz, Göller (77. Förster), Weiß (66. Wirth),. Manninger (46. Müller), Hau, Landeck, Kremer (66. Baum), Steinmetzer. Dell

Tor: 1:0 (6.) Friedrich Lieder – SR: Peter Frank – Zuschauer: 412

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