29.12.2019 - 16:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Oberpfalz-Medien-Cup: Bastian Lobinger lässt Pfreimd jubeln

0:2 liegt die SpVgg Pfreimd im Endspiel hinten und sieht bereits wie der sichere Verlierer aus. Doch am Ende jubeln die Rot-Weißen über ihren ersten Turniersieg beim Oberpfalz-Medien-Cup. Der Pfreimder Finalgegner dagegen hat an der Niederlage zu knabbern.

Bastian Lobinger jubelt nach seinem Siegtreffer im Finale: Mit 3:2 bezwang die SpVgg Pfreimd die SpVgg SV Weiden (rechts Torwart Jürgen Pankoff-Sosnowski) und gewann damit erstmals den Oberpfalz-Medien-Cup.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Die Fans der SpVgg Pfreimd waren schon Sekunden vor der Schlusssirene aus dem Häuschen. Mit Spielende brachen dann alle Dämme. Schals, Tröten, Hände - alles wurde von den Anhängern zu Hilfe genommen, um ihre Mannschaft zu feiern. Mit 3:2 hatte das Landesliga-Schlusslicht soeben den Gastgeber SpVgg SV Weiden in einem packenden Endspiel um den Oberpfalz-Medien-Cup niedergerungen. Und der Hauptakteur genoss den Triumph in vollen Zügen. "Dass wir das Finale erreicht haben, war bereits eine Riesengeschichte. Aber dass wir das Ding noch gedreht haben, ist einfach genial", sagte Bastian Lobinger.

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Lob gebührt Mitspielern

Eines ist gewiss: Es war eine tolle Mannschaftsleistung der SpVgg Pfreimd. Aber ohne seinen "Basti" hätte es der Vorjahressiebte womöglich nicht bis ganz nach oben geschafft. Der beste Turnierspieler ackerte und rackerte, erzielte zwei seiner insgesamt sieben Treffer im Finale. "Meine Mitspieler haben mitgeholfen und sich das verdient", gab Lobinger das Lob, das von allen Seiten auf ihn einprasselte, weiter. Und in Anbetracht des letzten Tabellenplatzes in der Landesliga Mitte sagte er auch: "Wir haben mal wieder so einen Erfolg gebraucht."

Den hätte sich gerne auch die SpVgg SV Weiden auf die Fahnen geschrieben. Dominik Hradecky und Benjamin Werner hatten die Schwarz-Blauen im Finale auf die Siegerstraße gebracht. Dann geriet der Turnierfavorit, der letztmals 2016 den damaligen Medienhaus-Cup für sich entschieden hatte, vom vorgezeichneten Weg ab. "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht", haderte Werner mit dem Spielverlauf. Ein Sonntagsschuss von Lobinger zum 1:2 brachte die Weidener Dominanz ins Wackeln, nach dem Seitenwechsel setzte Pfreimd nach. Max Mischinger und Lobinger ließen mit ihren Toren die Weidener Siegträume platzen. "Das war an Effektivität nicht zu überbieten", zollte Werner dem Gegner trotz aller Enttäuschung Respekt.

Anerkennung verdienten sich auch jene zwei Teams, die es bis ins Halbfinale geschafft hatten. Allen voran die SpVgg Schirmitz. Der Bezirksligist hatte in der Gruppenphase einen furiosen Lauf und sich mit drei Siegen als Gruppensieger für die Vorschlussrunde qualifiziert. Hier war mit 0:2 gegen Pfreimd Endstation. Mit dem selben Ergebnis zog Vorjahresfinalist SV Grafenwöhr gegen Weiden den Kürzeren. SV-Coach Roland Lang war zufrieden: "Dritter, das ist in Ordnung."

Mitterteich nur Fünfter

Und was machte der Rest des Teilnehmerfeldes? Der SV Mitterteich konnte Platz eins aus 2018 nicht wiederholen und musste sich mit Platz fünf begnügen. "Vielleicht wäre es heuer sogar leichter gewesen, zu gewinnen", ärgerte sich SV-Keeper Fabian Scharnagl. "Aber wir haben die Gegner zu oft zum Toreschießen eingeladen. Dann wird's schwierig." Mit ihrem Abschneiden nicht unzufrieden waren unterm Strich der SC Luhe-Wildenau (6.) und Cup-Neuling FC Tirschenreuth (7.). Dagegen wurde der SV Etzenricht kalt erwischt. Nach vielen dominanten Auftritten in der Vergangenheit musste der SVE mit dem letzten Platz vorliebnehmen. "Natürlich ist es nicht das, was wir uns erhofft haben", gab Spielmacher Stephan Herrmann zu. "Aber einer muss das Schlusslicht sein. Heuer ist es halt uns passiert."

So jubeln Sieger: Die SpVgg Pfreimd feiert ihren Turniererfolg.
Die Fans der SpVgg Pfreimd brachten so richtig Stimmung in die Mehrzweckhalle.
An der Finalniederlage hatten die Spieler der SpVgg SV Weiden (rechts Benjamin Werner) zu knabbern.
Bastian Lobinger (rechts) nahm die Auszeichnungen als bester Spieler und Torschütze entgegen, Sebastian Reger wurde zum stärksten Torwart des Turnieres gewählt.

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