Weiden in der Oberpfalz
09.05.2026 - 22:25 Uhr

Ein paar Tränchen zum Abschied bei der SpVgg SV Weiden

Beim Spiel der SpVgg SV Weiden gegen den FC Coburg hieß es auch Abschied zu nehmen. Mit Michael Lummer und Christoph Sibler gehen zwei zurück nach Niederbayern und den Raum München.

Zwei Niederbayern verlassen die Oberpfalz: Christoph Sibler (links) und Michael Lummer wurden am Freitag von der SpVgg SV Weiden verabschiedet. Bild: Gerhard Büttner
Zwei Niederbayern verlassen die Oberpfalz: Christoph Sibler (links) und Michael Lummer wurden am Freitag von der SpVgg SV Weiden verabschiedet.

Christoph Sibler musste schlucken, die Augen wurden feucht: „Ich nehme extrem viel mit“, sagte der 25-jährige Abwehrspieler, als er nochmals raus aufs Stadion blickte. „Viele Freundschaften, viele gute Momente.“ Sibler war einer der vier Spieler, die am Freitagabend vor dem Bayernliga-Heimspiel der SpVgg SV Weiden gegen den FC Coburg von Präsident Michael Kurz und Sportdirektor Rüdiger Hügel verabschiedet wurden. Auch Michael Lummer, Yannick Schmutzer und Max Wissmann erhielten Präsente zum Abschied.

Zwei Jahre spielte Sibler in Weiden. Beim Abschied waren auch die Mama und der Papa, der Deggendorfer Landrat und einstige Minister Bernd Sibler, wieder da. „Was diese Mannschaft auszeichnet, habe ich noch nie erlebt“, sagte der Sibler. Das sieht auch Michael Lummer so: „Da sind so viele coole Typen in der Mannschaft, da war es sehr einfach, sich wohlzufühlen“, sagte der Lummer, der wie Sibler aus Niederbayern stammt. Lummer (24) war vor einem Jahr vom Regionalligisten Hankofen-Hailing nach Weiden gekommen. Nach einem Studien-Auslandsaufenthalt im März hatte der Mittelfeldspieler etwas den Anschluss verloren, kam öfter von der Bank.

Dass beide die SpVgg SV verlassen, hat auch damit zu tun, dass die Weidener in der kommenden Spielzeit ihr eingeleitetes Konzept, wie Hügel schon Mitte der Woche angekündigt hatte, weiter intensivieren wollen: „Wir haben die Maßgabe, noch mehr auf die eigene Jugend zu setzen“, sagte auch Trainer Michael Riester am Freitag. In der Abwehr wird der Konkurrenzkampf in der nächsten Saison auch härter. Mit dem Hirschauer Paul Gebhard, dem Kapitän des SSV Jahn Regensburg II, kommt ein sehr erfahrener Mann ans Wasserwerk.

Sibler studiert ohnehin seit Oktober in München, betrieb zuletzt einen hohen Aufwand, um zum Training und zu den Spielen in die Nordoberpfalz zu kommen. „Ich werde mich jetzt im Münchener Raum umschauen“, sagte er. Spruchreif sei ein neuer Verein aber noch nicht. Das gilt auch für den Straubinger Lummer, der auch wieder etwas näher an die Heimat wollte. Sein neuer Klub soll in den nächsten Tagen feststehen.

Wohin es Ersatztorwart Yannick Schmutzer zieht, war klar: Er kehrt zum Bezirksligisten FC Schlicht zurück. Was Wissmann macht, ist offen.

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