21.08.2018 - 14:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Piranhas beißen in Schlussphase zu

Was für ein Halbfinal-Drama: Die Pleystein Piranhas schaffen in Donaustauf zwar den erhofften Einzug in das Play-Off-Finale. Aber dazu benötigen die Pleysteiner Inlinehockeyspieler richtig gute Nerven und die Verlängerung.

Die Pleystein Piranhas stehen im Finale um die bayerische Regionalligameisterschaft. Im Halbfinal-Rückspiel bei den Donaustauf Crocodiles handelte sich Lukas Stolz (rechts) zwar eine Spieldauerstrafe ein, am Ende behielten die Gäste aber nach einem dramatischen Spielverlauf mit 17:15 nach Verlängerung die Oberhand.
von Autor IANProfil

Pleystein/Weiden. (ian) Die Crocodiles Donaustauf und die Pleystein Piranhas lieferten sich am Sonntagabend einen denkwürdigen Schlagabtausch. Die Vorzeichen lauteten so: Die Hausherren mussten gewinnen, um ein drittes Spiel im Play-Off-Halbfinale der Regionalliga zu erzwingen, dagegen hätten die Gäste nach dem 15:0-Triumph im Hinspiel bei einem weiteren Sieg das Finalticket in der Tasche. Letztlich retteten sich die Piranhas sich mit einer spektakulären Schlussoffensive in die Verlängerung, nach der ein 17:15 (2:2, 3:5, 7:5, 5:3)-Sieg für die Nordoberüfälzer auf der Anzeigetafel stand.

Faden verloren

Die Kampffische kamen hervorragend in die Partie. Bereits in der zweiten Minute traf Ralf Grimaldi zur Führung, Lukas Zellner legte in Überzahl nach. Mit einem Doppelschlag in der letzten Minute glich Donaustauf zum 2:2-Drittelergebnis aus. Zu Beginn des zweiten Abschnitts konnten die Hausherren das erste Mal in Führung gehen. Zwar glich Kirill Groz zum 3:3 aus, doch nur neun Sekunden später ließ Schlott in Überzahl dem stark haltenden Patrick Merz keine Chance. Lala erhöhte auf 5:3 und so langsam musste sich der Gast Sorgen machen. Zwar brachte Mirko Schreyer seine Farben wieder heran, doch die Piranhas verloren in dieser Phase komplett den Faden und luden die Crocodiles zum Toreschießen ein. Zwei Minuten vor der Sirene stand ein 4:7 auf der Anzeigetafel. Als sich Lukas Stolz eine Spieldauerstrafe einhandelte, lief nichts mehr nach Plan. Mit dem Pausenpfiff fasste sich Lukas Zellner ein Herz und gestaltete den Spielstand etwas freundlicher.

Wer nun dachte, es geht nicht schlimmer, der irrte sich. Innerhalb der ersten 20 Sekunden des letzten Drittels fingen sich die Kampffische zwei weitere Gegentreffer ein. Erneut keimte kurz Hoffnung auf, als Mirko Schreyer mit einem herrlichem Solo auf 6:9 verkürzte, ehe wiederum Schlott den Vier-Tore-Abstand wiederherstellte. Dann verkürzten Dominik Schopper und Philipp Dürr auf 8:10 und es schien, ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen. Aber Donaustauf schlug zurück und stellte auf 12:8. Nach einer Auszeit mussten in den verbleibenden vier Minuten vier Tore her, was schier unmöglich schien. Als zweieinhalb Minuten vor dem Ende Lukas Zellner zum 9:12 traf, spielten sich die Piranhas in einen Rausch. Mirko Schreyer und Lukas Zellner mit einem Doppelschlag in der letzten Minute sorgten für kollektive Jubelstimmung.

Pleystein dominiert

Nun musste eine Verlängerung entscheiden. Pleystein hatte das Momentum auf seiner Seite und kontrollierten nun das Geschehen. Dominik Schopper knallte zwei Mal das Runde per Schlagschuss in den Kasten, Philipp Dürr brachte mit dem 15:12 sein Team weiter auf Erfolgskurs, doch die Donaustaufer gaben noch nicht auf und verkürzten auf 14:15. Das 16. Pleysteiner Tor erneut durch Lukas Zellner konnten die Gastgeber noch kontern, doch Groz zog drei Minuten vor dem Ende mit dem 17:15 den Crocodiles den Zahn.

Die Piranhas bestreiten nun das Finale um die bayerische Regionalligameisterschaft gegen den TV Augsburg II. Die Schwaben ließen mit 27:3 und 10:3 dem TSV Bernhardswald keine Chance.

Tor: Patrick Merz. Feld: Kirill Groz (2,3), Sebastian Martin (0,3), Philipp Dürr (2,2), Ralf Grimaldi (1,0), Lukas Stolz (0,0), Lukas Zellner (5,2), Dominik Schopper (3,1), Mirko Schreyer (3,4).

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