09.02.2020 - 19:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Pleite für SV-Wasserballer: Würzburg leidenschaftlicher als Weiden

Sieg gegen Düsseldorf, Remis gegen Hamburg, Niederlage gegen Würzburg: Der Heimspiel-Hattrick der Weidener Wasserballer, das dritte Heimspiel nacheinander, endet mit einer Enttäuschung.

Robert Reichert (weiße Bademütze) traf zwei Mal für die Weidener. Am Ende gab es eine bittere Niederlage für die Oberpfälzer.
von Autor PRGProfil

Das war ein ganz wichtiges Spiel für die Weidener Wasserballer, es ging nicht nur um das Derbyprestige, es ging vor allem aber auch um die wichtigen Punkte, die am Ende im Kampf um den Ligaverbleib entscheiden können.

Die Weidener haben die Begegnung sogar als ein Vier-Punkte-Spiel ausgerufen, leider ging es für die Oberpfälzer nicht gut aus. Sie vergaben eine ganze Reihe von hochkarätigen Chancen, schwammen die meiste Spielzeit dem Rückstand hinterher und verloren am Ende gegen die leidenschaftliche Unterfranken mit 11:13.

Hochintensives Derby

In der Endabrechnung kann sich die Niederlage noch sehr schmerzhaft auswirken, am kommenden Samstag brauchen die Aigner-Schützlinge dringend Punkte gegen Duisburg, um sich nicht weiter von den Nichtabstiegsplätzen zu entfernen. Es war ein sehr mitreißendes, hochintensives, aber stets faires Derby. Die Zuschauer sind voll auf Ihre Kosten gekommen.

Die Weidener kassierten zunächst das erste Tor des Spiels, konnten aber schnell kontern, glichen aus und bauten immer wieder gefährliche Angriffe auf, die jedoch meist mit schlechten Abschlüssen endeten. Somit versäumten die Hausherren ihre Überlegenheit in der Anfangsphase in Führung umzumünzen. Zur Pause stand es 5:5. Im dritten Viertel verloren zunächst die Aigner-Schützlinge ihren Kapitän Thomas Kick, der nach seinem dritten Wasserverweis das Spiel vorzeitig beenden musste. Gegen die geschwächte Weidener Verteidigung erkämpften sich die leidenschaftliche Würzburger endgültig ihre Überlegenheit, bestraften zudem die Nachlässigkeiten der Gastgeber und lagen vor dem letzten Abschnitt mit 9:7 vorne. Im letzten Viertel bekamen die Weidener tatsächlich noch einige Chancen, den Anschluss zu erzielen, doch auch hier scheiterten sie nachlässig im Abschluss. Am Ende gewann Würzburg mit 13:11. Die weidener gratulierten dien Gästen fair zum Sieg. "Den größten Unterschied hat heute die Einstellung ausgemacht", sagte Mannschaftsleiter Irek Luczak. "Die Würzburger haben, was die Leidenschaft anbetrifft, den besseren Eindruck gemacht und wir waren einfach zu harmlos im Angriff. Die hohe Foulbelastung hat es uns sicher nicht leichter gemacht, es wäre aber fatal, hierfür die Schiedsrichter anzuzweifeln. Die Gäste waren aktiver, agiler und erspielten sich damit ihre Überzahlen." Die Mannschaft müsse endlich erkennen, wie eng es in der Runde zugehe und sie müsse mehr Leidenschaft ins Spiel bringen, sonst werde es sehr eng in der Abstiegsrunde.

Doppel-Spieltag im Westen

Am kommenden Wochenende geht es für die Aigner-Schützlinge zu einem Doppelspieltag gen Westen. Am Samstag gastiert der SV in Duisburg und am Sonntag in Köln. Während die Sonntagsbegegnung nur für die Statistik wichtig sein wird, wäre mindestens ein Punkt in Duisburg dagegen Gold wert.

SV Weiden - SV Würzburg 11:13 (1:1, 4:4, 2:4, 4:4)

SV Weiden:Tor: Christopher Klein; Feld: Nikolaj Neumann (2 Treffer), Philipp Sertl, Michael Trottmann, Thomas Kick (1), Denis Reichert (1), Alex Schäfer (1), Robert Reichert (2), Marek Janecek (1), Andreas Jahn, Sean Ryder (1), Andreas Widiker (2), Fabio Guarino

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