09.11.2018 - 15:34 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Reizvolles Derby: SpVgg SV Weiden kontra SV Etzenricht

Drei Spieltage stehen heuer noch auf dem Spielplan der Landesliga Mitte. Die Winterpause fast schon im Blick, dürfen sich die Fußballfans in der Region noch einmal auf ein knackiges und attraktives Derby freuen.

Packende Zweikämpfe sind im Derby zwischen der SpVgg SV Weiden und dem SV Etzenricht garantiert: Im Vorrundenspiel, das Weiden 2:0 gewann, lieferten sich nicht nur Josef Rodler (rechts) und Michael Wells (Mitte, links Timo Nürnberger) umkämpfte Duelle.
von Sebastian SchellProfil

Die Nachbarrivalen SpVgg SV Weiden und der SV Etzenricht kreuzen am Samstag, 10. November, um 16 Uhr im Sparda-Bank-Stadion ihre Klingen. Dabei gehen die beiden Aushängeschilder des Teilkreises Weiden mit Rückenwind in die Partie. Mit sage und schreibe 9:1 deklassierte die SpVgg SV in der Vorwoche den Tabellenletzten SV Hutthurm und feierte damit ihren höchsten Saisonsieg. "Wir haben den Gegner nicht unterschätzt und von Anfang an konzentriert agiert. Dann waren die Tore die logische Konsequenz. Es hätte sogar zweistellig werden müssen", blickt Trainer Andreas Scheler auf das Schützenfest seines Teams zurück.

Gleichzeitig appelliert Scheler aber daran, auch gegen den Tabellenvorletzten SV Etzenricht hellwach zu sein: "Wir wollen nachlegen und benötigen von der ersten Sekunde alle Tugenden wie Einsatz, Teamgeist und Disziplin. Etzenricht wird alles in die Waagschale werfen und ist nicht so schlecht wie es der Tabellenstand vielleicht aussagt."

In der Tat war der SV Etzenricht öfters drauf und dran, die "Großen" der Liga nicht nur zu ärgern, sondern auch zu besiegen. Am vergangenen Samstag ist dies beim 3:1 gegen den 1. FC Passau endlich gelungen. "Dieser Erfolg hat uns sicherlich gut getan", sagt SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann. "Nicht nur wegen der Tabelle, sondern auch für das Selbstvertrauen der Mannschaft. Endlich wurde sie für ihren Aufwand belohnt."

Die Blau-Schwarzen gehen deshalb auch verhalten optimistisch in das Derby am Wasserwerk, auch wenn die Tabellensituation mit 13 Zählern und sieben Punkten Rückstand auf den direkten Klassenerhalt alles andere als rosig ist. "Auf jeden Fall bedarf es keiner zusätzlichen Worte, die Mannschaft zu motivieren", meint Fuhrmann. "Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Was am Ende dabei rauskommt, wird man sehen."

Dass der SVE auch gegen den Nachbarrivalen auf Augenhöhe mitspielen kann, hat das Hinspiel gezeigt. Bei der 0:2-Heimniederlage waren die Etzenrichter nach einer Roten Karte gegen Mario Zivatovic rund 80 Minuten in Unterzahl und boten der SpVgg SV dennoch Paroli. Niklas Lang sorgte mit einem Doppelpack für den Weidener Erfolg.

Aufseiten der Gastgeber ist Scheler froh, dass sein Kader endlich wieder breiter aufgestellt ist als zuletzt: "Wir haben wieder mehr Optionen, auch wenn wir Matthias Heinl und Stefan Graf natürlich langsam heranführen wollen. Es war nicht einfach in den letzten Wochen, deswegen freut es mich, wieder mehr Auswahl zu haben." Nach dem Comeback der beiden Langzeitverletzten in Hutthurm fehlen nur noch die verletzten Tomas Sturm, Sebastian Bilz, Bastian Strehl und Ali Yetkin.

Nicht der Gegner, sondern die eigene Personallage bereitet dagegen Fuhrmann Kopfzerbrechen. "Die Mannschaft stellt sich nach Stand der Dinge fast von alleine auf. Ich werde erst kurzfristig die Anfangsformation bekanntgeben können." Ob Fuhrmann, der sich eine Erkältung zugezogen hat, auf der Bank sitzen kann, ist offen. "Eigentlich gehöre ich ins Bett." Aber im Derby alleine lassen will er seine Mannschaft dann auch nicht.

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