22.03.2019 - 15:01 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Rollen im Derby klar verteilt

Abstiegsangst gegen Aufstiegshoffnung: Unterschiedlicher als vor dem Landesliga-Nachbarduell zwischen der SpVgg Pfreimd und der SpVgg SV Weiden können Gefühlslagen kaum sein. SpVgg-SV-Coach Scheler hebt dennoch mahnend den Zeigefinger.

Der Einsatz von Weidens Martin Kovac (rechts im Hinspiel-Duell mit Pfreimds Maximilian Herzog) ist am Sonntag noch ungewiss.
von Sebastian SchellProfil

Klare Vorzeichen bietet das Oberpfalzderby zwischen der SpVgg Pfreimd und der SpVgg SV Weiden am Sonntag, 24. März, um 15 Uhr. Auf der einen Seite muss sich der Tabellenvorletzte SpVgg Pfreimd bei elf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer wohl mit der Relegation zur Bezirksliga abfinden, während die SpVgg SV Weiden auf der anderen Seite weiter Höhenluft schnuppern kann. Mit fünf Siegen in Folge manifestierte die Elf von Trainer Andreas Scheler Tabellenplatz drei und schielt bei 15 Punkten Rückstand (zwei Spiele weniger) auf den SV Donaustauf, weiter auf Rang zwei.

Dennoch tritt der Weidener Übungsleiter auf die Euphoriebremse: „Gerade ein Derby muss erstmal gespielt und gewonnen werden. Ich bin natürlich froh, dass wir gut aus den Startlöchern gekommen sind. Trotzdem muss man ehrlich sagen, dass am vergangenen Freitag sehr viel Glück dabei war.“ Im ersten Heimspiel des Jahres sorgte Stefan Graf erst in der Nachspielzeit für den glücklichen 2:1-Siegtreffer gegen den FC Tegernheim, dem eine schwache Leistung der Heimelf vorrausging: „Wir waren nicht präsent in der Defensive und nach vorne fehlte uns die Durchschlagskraft. Das muss wesentlich besser werden. Wir haben im Hinspiel gemerkt, dass es zur Sache gehen wird. Dazu ist Pfreimd mit seinen Zuschauern im Rücken nochmals stärker. Wir müssen konzentriert und spielerisch gefestigt agieren“, analysierte Scheler. Das Ergebnis des Hinspieles war mit 6:0 eine klare Sache für die Schwarz-Blauen. Dennoch hielt der Aufsteiger gerade zu Beginn gut mit.

Trotzdem scheint es, dass die Landesliga für die Elf von Trainer Tobias Bernklau eine Nummer zu groß sein könnte. Nur ein Sieg, am grünen Tisch gegen Schlusslicht SV Hutthurm, aus den letzten vierzehn Spielen lassen nur wenig Hoffnung aufkommen, die Relegationsspiele zur Bezirksliga noch zu vermeiden. Vor allem in der Defensive (70 Gegentore) und auswärts (noch kein Sieg) drückt die Pfreimder der Schuh.

Personelle Probleme bedrücken auch die Laune von Andreas Scheler. Mit Matthias Heinl und Thomas Wildenauer mussten beide Außenverteidiger gegen Tegernheim verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Beide konnten zumindest wieder trainieren, wobei ihr Einsatz aber noch nicht sicher sind. Zudem stehen mit Noah Scheler, Martin Kovac, Kevin Grünauer und Bastian Strehl weitere angeschlagene Akteure mit Fragezeichen auf der Kaderliste.

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