Sandro Hösl ist seit Jahren beim TSV Erbendorf (5. Platz/20 Punkte) der Knipser vom Dienst. Am Ende jeder Saison stehen für ihn regelmäßig 20 bis 30 Tore auf dem Konto. In der aktuellen Spielzeit der Kreisliga Nord lief es für den Goalgetter aufgrund einer Knöchelverletzung allerdings noch nicht wie gewohnt. Nach zwölf Spieltagen standen für den 29-Jährigen erst drei Treffer zu Buche. Nun hat sich Hösl eindrucksvoll pünktlich zum letzten Vorrundenspieltag zurückgemeldet. Beim imposanten 5:3 (3:1)-Sieg seiner Erbendorfer bei der DJK Irchenrieth (7./19) steuerte er drei Tore bei – es war sein 30. Dreierpack in der Kreisliga Nord.
"Sandro ist ein besonderer Stürmer. Er hat gezeigt, was er drauf hat", freut sich TSV-Trainer Roland Lang über das "Comeback" seines Torjägers. Für die Steinwaldelf war es der fünfte Dreier in Folge, womit sie auf Tabellenplatz fünf vorrückte. "Das ist der Bereich, in dem wir uns auch am Saisonende aufhalten wollen", betont Lang, dessen Taktik gegen die zu Hause bislang noch ungeschlagene DJK Irchenrieth komplett aufging: "Wir wollten die Räume eng machen, hinten wenig zulassen und schnell kontern. Das ist uns hervorragend gelungen. Wir waren vor dem Tor einfach effizienter als der Gegner", meinte der TSV-Coach, der vor allem die "schnellen, direkten Kombinationen" lobte: "Sandro hat das mit seinen drei Toren klasse gemacht, er wurde aber auch wunderbar in Szene gesetzt."
Kaufmann erzielt 13. Saisontor
Wenig Trost für die unterlegene DJK Irchenrieth war, dass Maximilian Kaufmann mit seinem 13. Saisontor Platz eins in der aktuellen Torjägerstatistik der Kreisliga Nord verteidigte. "Das war von uns die schlechteste Saisonleistung in einem Heimspiel", ärgerte sich Trainer Kzysztof Pianka. "Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt." Dass das Torjäger-Duell Hösl kontra Kaufmann der TSV-Angreifer klar für sich entschied, hatte laut Pianka einen eindeutigen Grund: "Wir haben es Hösl einfach viel zu leicht gemacht."
An der Tabellenspitze zieht der TuS Schnaittenbach (1./32) weiter seine Kreise. Die Herbstmeisterschaft hatten die Gelb-Blauen bereits einen Spieltag vorher eingetütet, mit dem 2:0-Heimsieg über den TSV Reuth (11./14) wahrte der Titelanwärter nun seinen Sechs-Punkte-Vorsprung gegenüber dem mit 5:1 gegen Schlusslicht SV Altenstadt/WN siegreichen FC Tremmersdorf (2./26). "Tremmersdorf ist unser härtester Konkurrent und wird das auch in der Rückrunde bleiben", ist Spielertrainer Ralf Egeter überzeugt. Am Verlauf der Hinrunde hat man in Schnaittenbach natürlich wenig auszusetzen. "Wir sind vollauf zufrieden", sagt Egeter, der allerdings vor Nachlässigkeiten warnt: "Geschenkt bekommt man in dieser Liga nichts. Man muss sich gegen jeden Gegner anstrengen."
Immer mehr bergab geht es für den SV Kohlberg (3./24), lange Zeit der Konkurrent Nummer eins für Schnaittenbach. Die Truppe von Trainer Rene Niemann hat in den vergangenen fünf Spielen nur einmal gewonnen. Durch die jüngste 0:5-Klatsche bei der SpVgg Schirmitz (9./18) rutschten die Kohlberger auf Platz drei ab.
TSV Eslarn immer stärker
Nicht mehr Schritt halten mit den Top-Teams kann auch der ASV Haidenaab (4./21). Der 1:4-Pleite in der Vorwoche gegen Irchenrieth folgte nun eine 2:3-Auswärtsniederlage beim TSV Eslarn (8./19). Da half es nichts, dass die Gäste einen 0:2-Rückstand zunächst aufholten. Zehn Minuten vor Spielende besiegelte ein verwandelter Foulelfmeter von Christian Windirsch die erneute Einbuße des ASV. Der Rückstand auf zumindest Platz zwei beträgt für Haidenaab bereits fünf Zähler. Eitel Sonnenschein herrscht dagegen in Eslarn: Die Häuber-Elf hat einen Lauf und sich mit zuletzt 16 Punkten aus sechs Spielen aus der Abstiegszone ins Mittelfeld katapultiert.
In Sachen Klassenerhalt dürfte bereits eine Entscheidung gefallen sein: Auch wenn der SV Altenstadt/WN (14./2) Woche für Woche tapfer kämpft – bei einer Zwischenbilanz von 2 Punkten nach 13 Spielen bleibt nichts anderes übrig, als für die Kreisklasse zu planen. So weit sind die anderen Sorgenkinder der Liga noch lange nicht. Allerdings muss sowohl beim FC Dießfurt (13./9) als auch dem SC Kirchenthumbach (12./12)schnellstmöglich der Schalter umgelegt werden. Nach schwachem Saisonstart schienen sich die "Dumbacher" gefangen zu haben, aber nach vier Niederlagen am Stück sind Trainer Turan Bafra und seine Mannen auf dem Relegationsplatz angekommen.
Noch schlimmer ergeht es derzeit dem FC Dießfurt: 2 Remis, 5 Niederlagen lautet die besorgniserregende Bilanz der letzten sieben Begegnungen. Am ersten Rückrundenspieltag geht es am Samstag zum Überflieger Schnaittenbach – da ist die nächste Dießfurter Bruchlandung vorprogrammiert. Dagegen hat sich die DJK Weiden (10.(17) mit dem 2:1-Heimsieg über die Dießfurter etwas Luft verschafft. Überragende Abwehr, maue Offensive – das Torverhältnis von 14:16 weist aus, wo die Stärken und Schwächen der Flutkanal-Elf liegen.
Weder Fisch noch Fleisch ist der Saisonverlauf für den SV Kulmain (6./20). Beim 4:2-Sieg in Kirchenthumbach lag man am Sonntag nach gut einer halben Stunde bereits mit 3:0 vorne und wäre beinahe noch ins Straucheln gekommen. Vielleicht legt der Ex-Bezirksligist seine Launenhaftigkeit in der Rückrunde ab – am besten bereits am kommenden Sonntag im Gastspiel beim TSV Reuth. Allerdings steckt der Gastgeber mitten im Abstiegskampf und benötigt selbst jeden Zähler.













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