04.06.2018 - 16:33 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

"Schweini" wird Kahuns Reiseführer

"Kahunglaublich" titelte die Bild-Zeitung nach einem seiner Gala-Auftritte bei den Olympischen Spielen. Am Sonntag kehrte Eishockey-Star Dominik Kahun nach Weiden zurück - dorthin, wo alles begann.

Dominik Kahun (rechts) war am Sonntag ein begehrtes Ziel der Autogrammjäger am Weidener Wasserwerk.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Für einen guten Zweck tauschte Dominik Kahun am Sonntag Schlittschuhe und Schläger gegen ein Paar Fußballschuhe. Aber auch auf ungewohntem Terrain gab der Eishockey-Nationalspieler eine gute Figur ab. Beim Benefizspiel am Weidener Wasserwerk lief der 23-Jährige im Team "Bananenflanke" gegen eine Auswahl tschechischer Alt-Internationaler auf. Für den Shooting-Star der Olympischen Spiele in Pyeongchang (zwei Tore und drei Assists), wo das deutsche Nationalteam sensationell die Silbermedaille gewann, war der Auftritt in Weiden auch eine Rückkehr zu seinen Wurzeln.

Von 2005 bis 2007 schnürte der gebürtige Marienbader für den Nachwuchs des 1. EV Weiden die Schlittschuhe. Über den Bundesliga-Nachwuchs der Adler Mannheim und einen Übersee-Abstecher zu Sudbury Wolves (US-Nachwuchsliga) landete Kahun beim EHC Red Bull München, mit dem er in den vergangenen drei Jahren drei Mal Deutscher Meister wurde.

Ab September folgt für Kahun der vorläufige sportliche Höhepunkt: In der kommenden Saison läuft er für die Chicago Blackhawks in der nordamerikanischen NHL auf - der besten Liga der Welt. Im Interview mit Oberpfalz-Medien sprach Kahun über seine emotionale Rückkehr nach Weiden sowie prominente "Start-Hilfe" in den USA.

ONETZ: Herr Kahun, was ist das für ein Gefühl, für ein Benefiz-Fußballspiel wieder in seine alte Heimat zurückzukehren?

Dominik Kahun: Das ist etwas ganz Besonderes. Auf dem Weg zum Spiel bin ich mit meinen Eltern auch kurz an der Eishalle gewesen. Das hat sich angefühlt als wäre es erst ein paar Jahre her, dass ich hier in Weiden Eishockey gespielt habe.

ONETZ: Wie lange waren Sie nicht mehr in Weiden?

Dominik Kahun: Puh... Das ist bestimmt schon zehn Jahre her. Aber jetzt sitzen hier einige ehemalige Mitspieler von mir auf der Tribüne. Es ist einfach wahnsinnig schön, wieder mal hier zu sein.

ONETZ: Verfolgen Sie die Blue Devils Weiden aus der Ferne?

Dominik Kahun: (lacht) Ich habe natürlich das legendäre Wut-Interview von Marcel Waldowsky gesehen. Ich glaube, das kennt inzwischen echt jeder. Auch die Crowdfunding-Aktion jetzt zuletzt habe ich natürlich mitbekommen. Aber über die Ergebnisse informiere ich schon nach jedem Spiel.

ONETZ: Sie haben die Crowdfunding-Aktion auch aktiv unterstützt ...

Dominik Kahun: Ja, das ist richtig. So ein Verein sollte einfach in der Oberliga bleiben, deswegen war mir das einfach ein Anliegen.

ONETZ: In der kommenden Saison beginnt für Sie ein neuer Lebensabschnitt. Sie wechseln nach Chicago in die beste Eishockey-Liga der Welt. Wie sieht Ihr persönlicher Zeitplan in den nächsten Wochen und Monaten aus?

Dominik Kahun: Im Juli fliege ich für ein paar Tage rüber. Da schaue ich mir Wohnungen an und lerne einige neue Mitspieler sowie den Trainer kennen. Anfang September geht es dann komplett nach Chicago.

ONETZ: Dort spielt auch Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger für Chicago Fire in der Major League Soccer. Haben Sie sich schon kennengelernt?

Dominik Kahun: Ich glaube schon, dass Basti mich bereits über seinen Bruder kennt. Tobias Schweinsteiger war oft bei unseren Spielen in München zu Gast.

ONETZ: Das klingt nach dem perfekten Reiseführer ...

Dominik Kahun: (lacht) Tobi hat schon angedeutet, dass er mir auf alle Fälle eine passende Start-Hilfe in Chicago vermitteln wird.

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