19.02.2020 - 21:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Der Spitzenreiter schwächelt

In der Eishockey-Oberliga Süd ist der stattliche Zehn-Punkte-Vorsprung von Tabellenführer ECDC Memmingen durch vier Niederlagen in Folge auf vier Zähler geschrumpft. Im Kampf um den letzten Play-off-Platz werden die Aussichten der Blue Devils immer schlechter.

Die Blue Devils (rechts Tomas Rubes im letzten Heimspiel gegen Füssen/4:6) treffen am Wochenende auf Spitzenreiter ECDC Memmingen und den Tabellenzweiten EV Regensburg. Bild: Gebert
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Wer wird Meister der Eishockey-Oberliga Süd und damit Nachfolger des EC Peiting? Anfang Februar lag der ECDC Memmingen (1./85 Punkte) mit zehn Punkten Vorsprung klar auf Titelkurs. Doch in den letzten vier sieglosen Partien holte das Team von Trainer Sergej Waßmiller, der seinen Vertrag bis 2022 verlängert hat, nur einen Zähler. Damit ist sechs Spiele vor Ende der Meisterrunde aus dem sich anbahnenden Alleingang der Allgäuer, die seit Ende November 2019 Tabellenführer sind, ein Vierkampf geworden. Die Eisbären Regensburg (2./81), der Deggendorfer SC (3./81) und die Starbulls Rosenheim (4./80) sind die Konkurrenten.

Auch wenn am vergangenen Sonntag die tolle Serie der Eisbären nach neun Siegen in Folge zu Ende ging, ist die Truppe von Coach Max Kaltenhauser das im Moment erfolgreichste Team. Zur Erinnerung: Ende November lagen die Domstädter noch auf Rang elf. Die Serie endete mit dem 1:4 bei Angstgegner SC Riessersee (5./74.), der damit in dieser Saison alle vier Vergleiche mit Regensburg für sich entschied. Die Garmischer, die zuletzt vier Siege feierten, kommen kurz vor den Play-offs immer besser in Schwung. Neben Riessersee blickt nur noch der EC Peiting (6./69) auf ein Sechs-Punkte-Wochenende zurück.

An den Spieltagen 45 und 46 kommt es in der oberen Tabellenregion zu interessanten Aufeinandertreffen. Am Freitag gastiert Regensburg in Rosenheim und auch auf Deggendorf wartet in Garmisch eine echte Nagelprobe. Am Sonntag bekommt es Memmingen mit dem aufstrebenden SC Riessersee zu tun und Deggendorf mit dem unbequemen EC Peiting.

Während die Top-Teams die beste Ausgangsposition für die Play-offs im Blick haben, geht es für die Blue Devils Weiden (9./54) darum, diese vielleicht doch noch zu erreichen. Doch die Chancen werden nach drei "Overtime"-Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten EV Lindau (10./54) und Selber Wölfe (8./58) sowie der 4:6-Heimpleite - nach 4:1-Führung bis zur 50. Minute - gegen den EV Füssen (7./68) immer geringer. Zudem trifft die Mannschaft von Trainer Ken Latta am Faschingswochenende auf die "Top 2" der Oberliga Süd. Am Freitag gastiert Memmingen in der Hans-Schröpf-Arena, am Sonntag geht's zum Oberpfalzderby nach Regensburg.

Gut möglich, dass eine Vorentscheidung um den letzten Play-off-Platz fällt. Die Selber Wölfe haben vier Punkte Vorsprung plus die deutlich bessere Tordifferenz: Selb minus 9, Weiden minus 46 und Lindau minus 57. Am Sonntag können die Oberfranken die Lindauer mit einem Heimsieg abschütteln. Zwei Tage zuvor reisen die Wölfe nach Peiting.

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