11.07.2018 - 17:32 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV: Blutjunge Truppe braucht die Balance

Jung, jünger, SpVgg SV Weiden: Auf gerade einmal 22 Jahre beläuft sich das Durchschnittsalter des Weidener Aufgebots für die Landesliga Mitte. Ein gewagtes Experiment? Oder vielleicht sogar ein Vorteil?

Trainer Andreas Scheler sieht seine Spieler auf dem richtigen Weg. Die SpVgg SV Weiden startet mit einem Auswärtsspiel beim Favoriten FC Sturm Hauzenberg in die Saison 2018/19 der Landesliga Mitte.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Weiden. (af) So grün hinter den Ohren war wohl noch kein Kader in der Historie der Schwarz-Blauen. Mancher SpVgg-SV-Fan stellt sich vor dem Saisonauftakt an diesem Samstag beim FC Sturm Hauzenberg deshalb die Frage: Kann die blutjunge Truppe in der Landesliga Mitte ihren Mann stehen? Trainer Dieter Scheler gibt im Interview die Antwort.

Weiden. (af) So grün hinter den Ohren war wohl noch kein Kader in der Historie der Schwarz-Blauen. Mancher SpVgg-SV-Fan stellt sich vor dem Saisonauftakt an diesem Samstag beim FC Sturm Hauzenberg deshalb die Frage: Kann die blutjunge Truppe in der Landesliga Mitte ihren Mann stehen? Trainer Andreas Scheler gibt im Interview die Antwort.

ONETZ: Herr Scheler, Sie haben beim Trainingsauftakt gesagt, die junge Mannschaft müsse sich erst einmal stabilisieren. Wie viel Balance hat sie in der Vorbereitungszeit bereits gefunden?

Andreas Scheler: Wir haben in den letzten Wochen sehr gut gearbeitet und sind auf dem richtigen Weg. Das hat man auch in den Testspielen gesehen. Die Mannschaft ist willig und hat versucht, die Vorgaben umzusetzen, das ist ihr auch über weite Strecken gelungen. Es wird sich in der Liga zeigen, wie gut wir mittlerweile eine Balance gefunden haben.

ONETZ: Der Bayernliga-Abstieg ist als verdaut und kein Thema mehr?

Andreas Scheler: Mit 40 Punkten abzusteigen, war natürlich bitter. Aber da muss ein Haken dahinter und darf kein Thema mehr sein. Man muss die Realität annehmen, alles andere wäre schlimm und nicht zielführend. Ich gehe da voran und blende den Abstieg komplett aus.

ONETZ: Der Substanzverlust nach dem Abstieg war beträchtlich. Johannes Scherm, Christoph Hegenbart, Martin Bächer und die tschechischen Spieler sind nicht mehr im Kader. Wie schwer wiegt dieser Umstand?

Andreas Scheler: Qualität ist in der aktuellen Truppe genügend vorhanden, das ist für mich nicht die relevante Frage. Es geht vielmehr darum, die nötige Konstanz zu finden. Wir werden nicht mit drei, vier Stars auflaufen, sondern entscheidend ist das Kollektiv. Es wird nur gemeinsam funktionieren, das muss jedem bewusst sein. Die Spieler müssen sich gegenseitig helfen, dafür haben wir auch einen Kader mit einer gewissen Breite.

ONETZ: Am Samstag geht es zum FC Sturm Hauzenberg, einem der Top-Favoriten in der Landesliga Mitte. Ist die Mannschaft darauf vorbereitet oder hätten Sie gerne eine längere Vorbereitungszeit gehabt?

Andreas Scheler: Die vier Wochen Vorbereitung waren absolut in Ordnung. Wir freuen uns auf den Auftakt, auch wenn wir uns der Schwere der Aufgabe bewusst sind. Wir haben ein Brett vor uns, aber das macht nichts. Die Mannschaft wird selbstbewusst als SpVgg SV Weiden auftreten.

ONETZ: Wie schwierig wird die Saison für Ihre Spieler? Haben sie das Potenzial, um nicht nur mitzuspielen, sondern vielleicht auch vorne reinzuschnuppern?

Andreas Scheler: Es war für uns zuletzt wichtig, konditionell und taktisch gut zu arbeiten, eine Einheit zu werden. Wir haben gute Fortschritte gemacht und hoffen auf einen gelungenen Saisonstart. Natürlich wäre es schön, vorne reinzuspielen, das hängt aber von vielen Faktoren ab. Wichtig wird sein, einigermaßen verletzungsfrei durch die Spielzeit zu kommen. Wir werden sehen, was möglich ist.

ONETZ: Wo sehen Sie aktuell noch Defizite?

Andreas Scheler: Wir sind in allen Mannschaftsteilen sehr ausgeglichen besetzt. Aber natürlich hat ein 18-Jähriger nicht den Erfahrungsschatz eines 27-Jährigen. Da kann schon mal ein Stellungsfehler vorkommen. Aber wie bereits gesagt, müssen die Spieler sich in solchen Situationen gegenseitig helfen.

ONETZ: Und welche positiven Eigenschaften wird die SpVgg SV in der Landesliga in die Waagschale werfen?

Andreas Scheler: In erster Linie den Kollektivgedanken. Es gibt keinen Superstar, sondern jeder ist die Mannschaft. Die Spieler arbeiten wahnsinnig gut miteinander. Und das soll auf dem Platz erkennbar sein.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.