25.05.2018 - 11:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV: Tod oder Gladiolen

Runter in die Landesliga? Oder doch noch eine Chance? Für die SpVgg SV Weiden wird das Rückspiel gegen den ASV Vach zur "Schicksalspartie".

Die Spieler der SpVgg SV Weiden freuen sich über den Ausgleichstreffer in Vach. Im Rückspiel müssen die Schwarz-Blauen auf Sieg spielen, um die 1:2-Niederlage wettzumachen. Sonst droht der Abstieg.
von Sebastian SchellProfil

Weiden. (ssl) Louis van Gaal wählte zu seiner Zeit als Trainer des FC Bayern München in wichtigen Spielen gerne drastische Worte. „Tod oder Gladiolen“ bezeichnete der Holländer den Ausgang entscheidender Spiele in K.-o.-Wettbewerben. Auch für die SpVgg SV Weiden steht am Samstag ab 15 Uhr im Sparda-Bank-Stadion gegen den ASV Vach ein solches „Endspiel“ an.

Ein Heimsieg ist zwingend notwendig, um die „Gladiolen“ in Form der zweiten Relegationsrunde zu erreichen. Sollte die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel nicht korrigiert werden, wäre die Saison mit dem Abstieg in die Landesliga bereits beendet. Auch wenn die erste Landesligasaison seit 2013 nicht gleich der „Tod“ für die SpVgg SV sein wird, macht Trainer Florian Schrepel keinen Hehl um den Stellenwert der Begegnung: „Wir wissen um die Bedeutung dieses Spieles. Uns ist bewusst, dass der Rasen brennen muss. Alle zusammen, Mannschaft, Verein als auch die Zuschauer, müssen alles dafür geben, dass es Samstag noch nicht vorbei ist. Ich hoffe, dass die Fans hinter uns stehen und uns unterstützen.“

Vor allem aber fordert Schrepel sein Team auf, wieder besser aufzutreten wie im Hinspiel am Mittwoch: „Wir haben zum falschen Zeitpunkt sicher nicht unsere beste Leistung abgerufen. Es kamen auch sehr unglückliche Schiedsrichterentscheidungen dazu. Trotzdem muss uns bewusst sein, dass wir wieder die Faktoren abrufen, die uns zuletzt ausgemacht haben: Leidenschaft, Mut und Unbekümmertheit.“

Zum einen fehlte es den Schwarzblauen in Vach in der Tat an der zuletzt gezeigten Leichtigkeit. Zum anderen präsentierte sich der ASV als der erwartet unbequeme und spielstarke Gegner. Dementsprechend weiß Schrepel um die Schwere der Aufgabe: „Es ist entscheidend, dass wir einen kühlen Kopf bewahren und taktisch diszipliniert agieren. Das Positive ist das Auswärtstor und dass wir mit diesem Ergebnis alles in der Hand haben. Es wird ein Kampf auf Biegen und Brechen werden.“

Die Weidener plagen Schrepel personelle Probleme. Martin Kovac ist im Urlaub und Martin Polom sei „nach dem letzten Saisonspiel einfach nicht mehr aufgetaucht.“ Dazu ist der Einsatz der angeschlagenen Adam Hajek (Oberschenkelprobleme) und Ondrej Brusch (Rücken) mehr als fraglich. Zudem spielt auch die Kreisligamannschaft am gleichen Tag ihr Relegationsspiel gegen den TSV Stulln, weswegen die Ersatzbank spärlicher als zuletzt besetzt sein wird.

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