Kein Punktspiel mehr in diesem Jahr: Die Erleichterung bei der SpVgg SV Weiden war groß, als am Dienstag die Absage des für Samstag, 6. Dezember, angesetzten Nachholspiels in Neumarkt bekannt wurde. "Wenn man Woche für Woche nicht weiß, ob man spielen kann, ist es schwer, Motivation und Spannung hochzuhalten", berichtet Cheftrainer Michael Riester. "Von daher sind wir froh, dass zunächst mal Schluss ist."
Die Gefahr, sich einmal mehr vergeblich auf ein Spiel vorzubereiten, ist damit gebannt. In 2026 stehen für die Schwarz-Blauen keine Pflichtspiele mehr im Terminplan der Fußball-Bayernliga Nord. Statt harte Trainingseinheiten ist im Dezember ausschließlich Regeneration angesagt. "Die bisherige Saison war extrem fordernd", betont Riester, weshalb er seiner Mannschaft bis nach Weihnachten eine Auszeit vom Fußball verordnet hat: "Die Spieler sollen mal die Beine hochlegen, den Kopf wieder freibekommen. Man muss auch mal bewusst Abstand gewinnen, um wieder Spaß am Fußball zu haben."
Kampf bis zum letzten Spieltag
Den Akku komplett neu aufzuladen ist auch in Hinblick auf die zu erwartende Terminhatz in der Restrunde dringend nötig. Die Weidener sind eine von sieben Mannschaften, die erst 18 der insgesamt 32 Saisonspiele absolviert haben. "Da warten auf uns womöglich Englische Wochen", befürchtet Riester. "Um so wichtiger ist, dass wir uns die Fitness erarbeiten, um auch unter hoher Belastung immer ein hohes Tempo gehen zu können." Im Kampf um den direkten Klassenerhalt erwartet er keine so entspannte Situation wie in der vergangenen Spielzeit, als die Weidener den Ligaverbleib bereits fünf Spieltage vor Saisonende eingetütet hatten: "Das wird diesmal ein Kampf bis zum letzten Spieltag."
Da der SSV Jahn Regensburg II zuletzt überraschend mit 4:1 beim TSV Kornburg gewann, ist die SpVgg SV in die Relegationszone auf Tabellenplatz 14 abgerutscht. Einen psychologischen Nachteil sieht Riester darin aber nicht – im Gegenteil. "Vielleicht schärft das noch einmal bei jedem die Sinne, dass wir anpacken müssen." In der abgelaufenen Saison reichten dem SSV Jahn II 41 Punkte gerade noch zu direkten Klassenerhalt. Eine Marke, die allenfalls als Orientierung dient: "Das wird das Minimum sein. Wichtig ist vor allem, dass wir gegen die direkten Konkurrenten punkten."
Was den Kader betrifft, gibt es Licht und Schatten. Negativ ins Kontor schlägt der Ausfall von Torwart Eldin Becic. Der 29-jährige Keeper hat sich kürzlich einer Operation zur Meniskusglättung unterzogen. Dabei wurde auch eine Knorpelschädigung festgestellt und behoben. Die Saison ist für Becic damit beendet.
Pühler und Hoti zurück
Bessere Nachrichten gibt es in Sachen Feldspieler. Stürmer Stefan Pühler, der im März im Training einen Kreuzbandriss erlitten hatte, will ebenso wieder ins Training einsteigen wie Adrian Hoti. Der Abwehrspieler hatte längere Zeit mit Nachwehen einer Knieoperation zu kämpfen. "Beide machen gute Fortschritte. Stand jetzt sind sie im Januar wieder mit dabei", kündigt Riester an. Ob sich auch der eine oder andere Neuzugang dazugesellt, muss sich zeigen. "Mittlerweile ist es im Amateurfußball ja gang und gäbe, dass man im Winter personell nachjustiert. Wir halten die Augen offen. Wenn es Sinn macht, dann werden wir zugreifen."
Einen groben Fahrplan für die Winter-Vorbereitung 2026 hat sich Riester bereits zurechtgelegt. Los geht es in der ersten Kalenderwoche, wobei zunächst ausschließlich Lauf- und Krafteinheiten vorgesehen sind. Auf den Trainingsplatz gewechselt werden soll dann in der vierten Kalenderwoche. Laut Bayernliga-Terminplan soll der Restrundenauftakt für die Weidener am Samstag, 28. Februar beim SC Großschwarzenlohe erfolgen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die SpVgg bereits eine Woche früher zu einem Nachholspiel ran muss – entweder auswärts beim ASV Neumarkt oder daheim gegen den FC Eintracht Bamberg.













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