11.07.2019 - 19:27 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV Weiden II im Umbruch

Nach drei Jahren "Auszeit" ist die SpVgg SV Weiden II zurück in der Bezirksliga Nord. Und zwar mit einem Kader, dessen Aussehen sich gegenüber der Aufstiegssaison ziemlich verändert hat. Und dies hat Gründe.

Die SpVgg SV Weiden II geht mit acht Neuzugängen in die Bezirksligasaison: (von links) Daniel Saber, Michaele Bokuretsion, Martin Freimuth, Maximilian Geber, Lukas Steininger, Deniz Bock und Lukas Hudec. Auf dem Bild fehlt Chousein Chousein.

Nichts ist so beständig wie der Wandel - eine altgriechische Weisheit, die in diesen Tagen auf die zweite Mannschaft der SpVgg SV Weiden zutrifft. Nach einer in überragender Manier eingefahrenen Meisterschaft in der Kreisliga Nord können die beiden Spielertrainer Michael Riester und Marco Lorenz nicht länger auf die Erfolgsformation der vergangenen Saison zurückgreifen. "Wir haben einen Großteil der Mannschaft vom letzten Jahr verloren", bedauert Lorenz.

Insgesamt acht Abgänge haben die Schwarz-Blauen zu verzeichnen. Mit Jonas Lang, Tom Preißinger und Dominik Farmbauer legen gleich drei junge Spieler eine Pause ein, während die beiden Nachwuchskräfte Jonas Träger und Patrick Pohl Aufnahme im SpVgg-SV-Landesligakader fanden. Eine neue Herausforderung bei anderen Vereinen suchen Christian Langendorf (SpVgg Schirmitz), Florian Reich (SV Mitterteich) und Oktay Devrilen (TSV Tännesberg).

"Es ist immer schade. wenn hoffnungsvolle Talente den Verein verlassen", sagen Riester und Lorenz unisono. Beide mahnen deshalb mehr Geduld bei den jungen Spielern an: "Unsere Talente sollten wenigstens ein Jahr in unserem Herrenbereich verbringen, wenn sie nicht gleich den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Dann könnten sie auch auf ausreichend Spielzeit kommen und sich weiterentwickeln." Allerdings räumt das Trainerduo auch ein: "Es ist nur legitim, sich bei einem Angebot Gedanken zu machen."

Den Bezirksligaaufstieg hatten die jungen Weidener in erster Linie ihrer spielerischer Klasse zu verdanken. Genau so wichtig waren jedoch die mannschaftlich Geschlossenheit sowie die Disziplin auf und neben dem Platz. "Unsere DNA von der letzten Saison wollen wir wieder erreichen", betont Riester. Da die Bezirksliga mit ausschließlich "jungen Wilden" nur schwer zu bespielen sei, habe man die Mischung im Kader verändert. "Wir haben drei Führungsspieler im guten Alter verpflichtet, die vorangehen sollen", erklärt Lorenz.

Damit gemeint sind Chousein Chousein (30 Jahre/zuletzt SV Etzenricht), Maximilian Geber (25/zuletzt Landesligakader) und Rückkehrer Lukas Hudec (30/TSV Detag Wernberg). Weitere Neuzugänge sind Daniel Saber (24/FSV Gärbershof), Martin Freimuth (23/TuS/WE Hirschau), Michaele Bokuretsion (22/1. FC Schwarzenfeld) sowie Deniz Bock (18) und Torwart Lukas Steininger (18/beide eigene U19).

In der Vorbereitungsphase gab es Licht und Schatten. "Wir testen verschiedene Systeme. Die Findungsphase gehört einfach dazu, zumal wir eine fast komplette neue Mannschaft haben", betonen Riester und Lorenz. In vier Testspielen sprang lediglich ein Sieg (4:2 beim TSV Tännesberg) heraus. Niederlagen gab es bei der SV Grafenwöhr (2:3) und beim 1. FC Schlicht (1:3). Beim TuS Schnaittenbach spielte man remis (2:2). Mit der Einstellung ist das Trainerduo sehr zufrieden: "Die Jungs nehmen unsere Forderungen super an. Uns macht es unheimlich Spaß, mit den jungen Spielern zu arbeiten."

Die Erwartungen an die Bezirksligasaison will man am Wasserwerk nicht zu hoch hängen. "Als Aufsteiger kann es für uns ausschließlich um den Klassenerhalt gehen", meinen Lorenz und Riester. "Eine ähnliche Runde wie in der Kreisliga wäre dann doch überraschend."

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