Weiden in der Oberpfalz
04.08.2026 - 21:01 Uhr

SpVgg SV Weiden im Pokal ganz groß: Sieg gegen Regionalligisten Ansbach

Die SpVgg SV Weiden feiert den erhofften Pokal-Coup. Aus wenigen Chancen machen die Schwarz-Blauen drei Tore – die SpVgg Ansbach ist raus aus dem bayerischen Toto-Pokal.

Die Weidener Abwehrspieler Felix Behnke (links) und Paul Gebhard stemmen sich dem Schuss eines Ansbachers entgegen. Bild: A. Schwarzmeier
Die Weidener Abwehrspieler Felix Behnke (links) und Paul Gebhard stemmen sich dem Schuss eines Ansbachers entgegen.

In der Meisterschaft läuft es nicht rund, in einem anderen Wettbewerb um so besser. Der Fußball-Bayernligist schaffte am Dienstagabend die große Überraschung und kickte den Regionalligisten SpVgg Ansbach mit 3:2 (1:2) aus dem bayerischen Toto-Pokal. Nach einer tollen Energieleistung stehen die Schwarz-Blauen nicht nur im Achtelfinale des Wettbewerbs, sondern können nun auch mit gestärktem Selbstbewusstsein in die anstehenden Punktspiele gehen. Am Freitagabend steigt der nächste Schlager, wenn die DJK Ammerthal im Oberpfalzderby ihre Visitenkarte im Sparda-Bank-Stadion abgibt.

Der höherklassigere Gast war sofort präsent und übernahm vom Anpfiff weg das Kommando. Trotz brütender Hitze drückte Ansbach gehörig aufs Tempo. Mit schnellen Kombinationen versuchte der Regionalligist die Weidener Defensive aus den Angeln zu heben – was aber, je näher es in Richtung SpVgg-SV-Strafraum ging, nur in Ansätzen gelang.

Führung durch Paul Brand

Wie es effektiver und besser geht, machte der Bayernligist bei seiner ersten richtigen Offensivaktion vor: Jahi Sylejmani eroberte im Mittelfeld den Ball und schickte mit einem Traumpass Paul Brand auf die Reise. Der 21-Jährige stürmte daraufhin unaufhaltsam in Richtung Ansbacher Tor und versenkte das Leder aus zwölf Meter im rechten unteren Eck (17.).

Das Führungstor hatte keine Auswirkungen auf den Spielverlauf. Die mit zwei Niederlagen in die Regionalliga-Saison gestarteten Gäste verbuchten weiterhin mehr Ballbesitz, während die Wasserwerkelf ihre defensive Ausrichtung mit der Option auf schnelle Konter beibehielt.

Eine völlig unnötige Aktion im Mittelfeld hatte dann den Ausgleich zur Folge. Einen Freistoß in der eigenen Hälfte führten die Schwarz-Blauen so unsauber aus, dass der Gast unverhofft in Ballbesitz kam. Patrick Kroiß schaltete schnell, legte auf zu Dino Nuhanovic, der aus kurzer Entfernung nur noch einzuschieben brauchte (37.). Doch damit nicht genug: Kurz vor der Halbzeit landete die Kugel ein zweites Mal im Weidener Netz – erneut war eine Co-Produktion Kroiß/Nuhanovic für den Ansbacher Treffer verantwortlich (45.). Der 1:2-Rückstand zur Pause war aus Sicht der Platzherren sicherlich unglücklich, hatte aber aufgrund der größeren Spielanteile für den Gegner auch seine Berechtigung.

Fenninger trifft zum 2:2-Ausgleich

Die Gastgeber wollten nichts unversucht lassen und gingen mit Beginn der zweiten Halbzeit ein höheres Risiko. Der eingewechselte Patrik Vacek verstärkte die Abwehr, dafür rückte Moritz Zeitler in eine etwas offensivere Position. Und der leitete in der 61. Minute die Chance zum Ausgleich ein, aber eine Hereingabe von links schloss Patryk Bytomski zu schwach ab. Versäumtes holte die SpVgg SV fünf Minuten später nach: Ein Bytomski-Pass landete bei Christoph Fenninger, der fackelte nicht lange und setzte den Ball zum 2:2 in Ansbacher Netz (66.). Der Weidener Anhang witterte eine Pokal-Überraschung. Zurecht. Der kurz zuvor eingewechselte Stefan Pühler schloss einen Konter mit einem Bilderbuch-Schlenzer ins Dreieck zum umjubelten 3:2-Siegtreffer ab (85.).

SpVgg SV Weiden: Becic, Hoti (80. Pühler), Gebhard, Behnke, Zeitler, Brand, Schaller, Hügel, (46. Vacek), Sylejmani (64. Höfler), Bytomski (90.+2 Sollfrank), Fenninger

SpVgg Ansbach: Leidenberger, Dietrich, Nuhanovic, Schmidt (60. Ücüncü), Althaus, Koomson (46. Hayer), Hahn (71. Oberseider), Müller (76. Angermeier), Kroiß, Weeger, Manz

Tore: 1:0 (17.) Paul Brand, 1:1 (37.) Dino Nuhanovic, 1:2 (45.) Dino Nuhanovic, 2:2 (66.) Christoph Fenninger, 3:2 (85.) Stefan Pühler – SR: Andreas Dinger – Zuschauer: 800

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