15.03.2019 - 22:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV Weiden siegt in Schlussphase

Lange Zeit sieht die SpVgg SV Weiden im Heimspiel gegen den FC Tegernheim wie der Verlierer aus. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Und am Ende jubeln die Schwarz-Blauen.

Die Spieler der SpVgg SV Weiden jubelten ausgelassen nach dem Schlusspfiff: Fabian Helleder (rechts) herzt den Siegtorschützen Stefan Graf, Dennis Paulus (links) eilt hinzu.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Hat die SpVgg SV Weiden ihr Glück für die restliche Saison aufgebraucht? Von den 137 Zuschauern, die am Freitagabend bei Kälte und Nieselregen den Weg ins Sparda-Bank-Stadion gefunden hatten, gab bis zur 84. Minute keiner mehr einen Pfifferling auf die Gastgeber. 0:1 lagen die Platzherren zu diesem Zeitpunkt zurück. Und dies völlig zurecht nach einer spielerisch enttäuschenden Leistung.

Wenig bis nichts deutete auf eine spektakuläre Wende hin, die dennoch eintrat: Erst lochte Josef Rodler völlig überraschend zum Ausgleich ein, dann hämmerte Stefan Graf das Leder in der Nachspielzeit ins gegnerische Netz. Sekunden später der Abpfiff, die drei Punkte unter Dach und Fach - die Weidener Spieler jubilierten und herzten sich, während bodenlos enttäuschte Tegernheimer beinahe noch ein Handgemenge angezettelt hätten.

"Das war ein Lucky Punch für uns", brachte es Andreas Scheler auf den Punkt. Der SpVgg-SV-Coach führte als Erklärung für die mäßige Leistung seines Teams die schlechten Platzverhältnisse an ("Wenn man da in Rückstand gerät, wird's schwer"). Auch monierte er den "fehlenden Biss" über weite Strecken, aber letztlich war die Analyse egal. Hauptsache gewonnen - "auch wenn es mehr als glücklich war", wie Scheler zugab.

Vor allem die erste Halbzeit war aus Weidener Sicht zum Vergessen. Die Spieler des Tabellendritten standen im Mittelfeld viel zu tief und gewannen gegen die robust agierenden Gäste kaum einen Zweikampf. Wenn dann mal die Balleroberung doch klappte, folgte prompt ein unpräzises Zuspiel. Mit dem tiefen Geläuf besser zurecht kam der Tabellen-14. aus Tegernheim. SpVgg-SV-Keeper Matthias Götz musste mehrmals eingreifen, um den Rückstand zu verhindern. Der war dann in der 34. Minute doch fällig: Michael Fischer verwandelte einen Eckstoß auf direktem Weg, wobei Götz vergeblich wegen Torwartbehinderung reklamierte. Für Weiden war nur eine Chance zu notieren: Und die resultierte aus der 6. Minute, als Michael Busch sich im FC-Strafraum durchtankte und auf Stefan Graf passte, dessen Schuss fiel aber zu harmlos aus.

Zur Halbzeit mussten die Außenverteidiger Thomas Wildenauer und Mathias Heinl verletzungsbedingt in der Kabine bleiben, für sie kamen Dominik Hradecky und Maximilian Geber. Die SpVgg SV versuchte nun, durch Pressing Druck bereits in der gegnerischen Hälfte auszuüben. Aber Ballgewinne, die zu gefährlichen Aktionen führten, gab es kaum. Im Gegenteil: Tegernheim war bei Kontern dem 0:2 um einiges näher.

Mit seinem achten Saisontor läutete Josef Rodler wie aus heiterem Himmel den Weidener Schlussspurt ein. Eine langgezogene Flanke von links ließ die FC-Defensive passieren und der Weidener Goalgetter schob aus vier Metern zum Ausgleich ein (84.). Fast postwendend wäre die Heimelf wieder in Rückstand geraten, aber Götz war bei einem Schuss des eingewechselten Berrak Yildirim bravourös zur Stelle. Als alle bereits mit dem Schlusspfiff rechneten, brachte Weiden den Ball noch einmal in den gegnerischen Strafraum und Stefan Graf jagte nach einem Abpraller das Leder aus 14 Metern zum 2:1 in den Winkel (90.+4).

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