Nur ein Zähler im Sechs-Punkte-Spiel: Die SpVgg SV Weiden hat am Samstag im wichtigen Kellerduell gegen den TSV Nördlingen den angestrebten Dreier verpasst. Gegen den Tabellenvorletzten aus Schwaben reichte es für die ersatzgeschwächten Gastgeber nur zu einem 1:1 (0:0). Die Wasserwerkelf wähnte sich nach dem Führungstor von Josef Rodler in Halbzeit zwei bereits auf der Siegerstraße, aber dann schlug Nördlingen doch noch zurück.
Gegenüber dem 1:1 vor einer Woche beim Würzburger FV gab es bei Weiden drei Änderungen in der Startelf. Paul Gebhard und Lukas Schaller fehlten verletzungsbedingt, Friedrich Lieder nahm diesmal die Joker-Rolle ein. Für sie rückten Kapitän Felix Behnke nach abgelaufener Sperre sowie Patryk Bytomski und Josef Rodler in die Anfangsformation.
Die Weidener erlitten gleich zu Beginn des Spiels einen herben personellen Rückschlag. Nach einem gegnerischen Foul ging es für Felix Behnke ab Minute vier nicht mehr weiter. In dessen Rolle als Innenverteidiger schlüpfte beinahe zwangsläufig Felix Kühner. Der 17-Jährige saß aufgrund der vielen verletzungsbedingten Ausfälle im Abwehrbereich als einzige defensive Alternative auf der Ersatzbank.
Nach dem Schockmoment für Weiden entwickelte sich zwar kein gutklassiges, aber trotz mancher Stockfehler dennoch munteres Bayernliga-Spiel ohne taktische Zwänge. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne und erarbeiteten sich Chancen. Für die Heimelf hatten Josef Rodler (16.) und Martin Ruda (32.) die Führung auf dem Fuß, auf der Gegenseite rettete SpVgg-SV-Torwart Justin Bartl mit einer Glanztat gegen Niveto Caciel (36.). Bei einem Schuss des Nördlingers Edwin Tarakan bewahrte der Außenpfosten die Wasserwerkler vor einem Rückstand (45.).
Zu diesem Zeitpunkt nahmen mit Patryk Bytomski und Jahi Sylejmani zwei Weidener Offensivkräfte bereits nicht mehr am Spielgeschehen teil. Beide holte Riester vier Minuten vor der Pause in einem Aufwisch runter vom Feld, als Doppel-Wechsel kamen Friedrich Lieder und Moritz Hügel.
Mit ihrer kampfbetonten Spielweise gewannen beide Mannschaften auch nach der Pause keinen Schönheitspreis. Den entscheidenden Fehlers des Gegners zu erzwingen, lautete das Motto hüben wie drüben. Und dies gelang zunächst den Gastgebern: Einen weiten Ball verlängerte Hügel gekonnt weiter zu Josef Rodler, der dadurch ungehindert in den Strafraum durchlief und aus zwölf Meter ins linke untere Eck zum 1:0 vollendete (72.).
Die Freude bei den Gastgebern währte aber nur wenige Minuten. Die Weidener Defensive brachte den Ball nicht aus dem Strafraum, was Nico Schmidt mit dem 1:1 aus kurzer Distanz bestrafte (78.). Ein leistungsgerechtes Ergebnis, das auch beim Schlusspfiff Bestand hatte.
SpVgg SV Weiden: Bartl, Solter, Behnke (7. Kühner), Hoti, Zeitler, Lang (69. Höfler), Ruda, Bauer, Bytomski (41. Lieder), Rodler Sylejmani (41. Hügel)
TSV Nördlingen: Kania, Schmid, Fiedler, Tarakan (50. Schmid), Reicherzer, Caciel (86. Milicevic), Lechler, Rathgeber, Schröter (58. Högg), Schmidt, Wundel
Tore: 1:0 (72.) Josef Rodler, 1:1 (78.) Nico Schmidt – SR: Hannes Hemrich– Zuschauer: 554
























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