Krefeld lässt die Muskeln spielen
Was für ein Offensivspektakel in Landshut: Gleich 16 Tore fielen im zweiten Viertelfinalspiel zwischen dem EV Landshut und den Krefeld Pinguinen – mit dem klar besseren Ende für die Gäste. Die Pinguine setzten sich mit 12:4 durch und stellen in der Serie auf 2:0. Besonders bemerkenswert: Gleich zwei Krefelder Akteure, Matthew Santos und C.J. Suess, kamen jeweils auf fünf Scorerpunkte. Landshut hielt im ersten Drittel noch gut mit, verlor jedoch im Mittelabschnitt komplett den Zugriff auf das Spiel und kassierte gleich fünf Treffer in Folge. Spätestens da war die Partie entschieden. Krefeld untermauert damit eindrucksvoll seine Ambitionen – und hat die Serie spätestens jetzt klar im Griff.
Kassel mit viel Mühe
Mehr Mühe als erwartet hatten die Kassel Huskies im Duell mit den Lausitzer Füchsen. Der Hauptrundenzweite setzte sich am Ende knapp mit 2:1 durch und führt damit in der Serie mit 2:0. Weißwasser, erst über die Pre-Play-offs ins Viertelfinale eingezogen, präsentierte sich defensiv äußerst stabil und machte den favorisierten Huskies das Leben über weite Strecken schwer. Die Füchse agierten kompakt, ließen wenig zu und hielten die Partie lange offen. Am Ende war es eine Einzelaktion von Hunter Garlent in der 52. Minute, die den Unterschied machte. Kassel musste hart arbeiten, hat nun aber eine sehr komfortable Ausgangslage vor den kommenden Spielen.
Calce setzt ein Zeichen
Ein Novum in dieser Saison gelang den Starbulls Rosenheim: Nach vier Niederlagen in der Hauptrunde gelang erstmals ein Sieg gegen die Eisbären Regensburg. Im zweiten Viertelfinalspiel setzten sich die Rosenheimer deutlich mit 5:1 durch und glichen die Serie zum 1:1 aus. Bereits im ersten Drittel legten die Gastgeber mit 3:1 den Grundstein. Für die Szene des Abends sorgte jedoch eine andere Aktion im ersten Abschnitt: Nach einem harten Check von Aleandro Angaran gegen einen Rosenheimer von hinten in die Bande sprintete Luigi Calce heran und ging unmittelbar auf den Regensburger los. Es entwickelte sich kein klassischer Faustkampf – Calce ging mit mehreren harten Schlägen auf seinen Gegenspieler los und setzte damit ein klares Zeichen – ganz im Sinne des Play-off-Hockeys, möchte man sagen. Die Konsequenz folgte sofort: Spieldauer-Disziplinarstrafe. Sportlich entschieden die Rosenheimer die Partie im Schlussdrittel: Ausnahmeverteidiger Shane Hanna traf zweimal im Powerplay, jeweils vorbereitet von Scott Feser, und machte den Sieg endgültig klar.
Dugan in der Overtime
Wie erwartet eng geht es auch in der Serie zwischen den Bietigheim Steelers und den Ravensburg Towerstars zu. Am Freitagabend musste erneut die Overtime entscheiden – und diesmal hatten die Steelers das bessere Ende für sich. Mit dem Sieg gleichen die Bietigheimer die Serie zum 1:1 aus. Die Partie zeigte genau das, was man sich von einem Play-off-Viertelfinale erhofft: Wenn es zählt, liefern die Leistungsträger. Auf Ravensburger Seite übernahmen Karlsson und Robbie Czarnik Verantwortung, auf der Gegenseite prägten Jack Dugan und Cole Fonstad das Spiel der Steelers. Genau diese Spieler sind es, die in solchen Momenten den Unterschied machen sollen – und genau das taten sie. Am Ende war es erneut Dugan, der nach gut dreieinhalb Minuten in der Overtime einen Konter eiskalt vollendete und den Sieg sicherte. Zwei Spiele, zweimal Verlängerung – diese Serie ist komplett offen und verspricht weiterhin hochklassiges, enges Play-off-Hockey.


















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