Torflut in Anfangsminuten: SV gegen Neukölln ohne Chance

Weiden in der Oberpfalz
23.01.2023 - 16:26 Uhr

Die Wasserballer des SV Weiden stecken in der Bundesliga im Abstiegskampf. Darauf könnn sie sich nach dem Pokal-Aus konzentrieren. Trainer Thomas Aigner findet auch positive Ansätze.

Thomas Kick machte gegen die SG Neukölln Berlin ein gutes Spiel, aber auch er konnte die klare Pokal-Niederlage nicht verhindern.

Der SV Weiden ist im Achteflfinale des Deutschen Wasserballpokals ausgeschieden. In der Weidener Thermenwelt verloren die Oberpfälzer gegen die SG Neukölln Berlin, die in der A-Gruppe der Bundesliga beheimatet ist, mit 8:17 .

Die Gäste aus der Hauptstadt machten es schon von Beginn des Spiels an klar, dass sie der Favoritenrolle in Weiden gerecht werden wollen. Durch Marek Janecek gingen die Max-Reger-Städter tatsächlich bereits im ersten Angriff der Partie in Führung, doch die Antwort der Berliner ließ nicht lange auf sich warten. Die Weidener erlaubten sich einige Fehler im Spielaufbau, die alle gnadenlos mit schnellen Gegenangriffen und Toren im 20-Sekundentakt bestraft wurden. So erging es den beeindruckten Aigner-Schützlingen bis zum 1:6-Zwischenstand, nach dem ersten Viertel stand es 4:7.

Die Mannschaft um Kapitän Thomas Kick bemühte sich in allen Belangen, das Spiel noch spannend zu gestalten, was phasenweise auch gelang. Es war aber am Ende einfach zu wenig, um die Berliner groß zu beeindrucken oder gar aus der Fassung zu bringen. Mit einer besseren Quote in der Chancenverwertung wäre es an diesem Abend vielleicht noch möglich gewesen, den Zuschauern einen Fight zu präsentieren. Dafür hatte der Weidener Keeper Matthias Kreiner alle Hände voll zu tun, um das Endergebnis doch noch im passablen Rahmen zu halten. Trainer Thomas Aigner lobte neben ihn noch den Abwehrchef und Kapitän Thomas Kick. „Wir haben kein schlechtes Spiel gespielt, Neukölln war einfach deutlich besser und effektiver. Unsere Fehler wurden direkt bestraft, was am Ende für jeden einzelnen eine gewisse Standortbestimmung verdeutlichte. Insgesamt haben wir ganz gut dagegengehalten und mit mehr Glück und Effizienz im Abschluss könnten wir es am Ende enger gestalten“, bilanzierte der Coach.

„Anfangs überraschten uns die Gäste mit einer sehr präsenten, offensiven Verteidigung, einer für uns ungewohnten Art. Dem geschuldet kassierten wir sechs Tore in Folge während der ersten Minuten des Spiels. Später, als wir uns besser darauf einstellen konnten, ging es schon besser. Wir kreierten einige schöne Spielzüge, hatten aber oft wenig Glück im Abschluss“, erklärte Kapitän Kick seine Sicht der Dinge nach dem Spiel. Weide

SV Weiden – SG Neukölln Berlin 8:17 (4:7, 1:3, 2:3, 1:4)

Persönl. Fehler: Weiden 14 + 2 Strafwürfe + 1 Spieldauerstrafe , Berlin 12 + 1 Strafwurf + 1 Spieldauerstrafe

Schiedsrichter: Ralf Müller und Peter Schneider

SV Weiden

Tor: Matthias Kreiner; Feld: Nikolaj Neumann (2 Tore), Dennis Underberg, Louis Brunner (1), Thomas Kick, Dennis Reichert, Cedrik Zupfer (1), Robert Reichert, Marek Janecek (2), Dimitrii Leichter (1), Sean Ryder, Stepan Rezek (1)

Deutscher Wasserballpokal Achtelfinale

SVV Plauen - SV Cannstatt 9:12 n.5m

SGW Rhenania/BW Poseidon Köln - SV Bayer Uerdingen 08 8:10

SSV Esslingen - SV Ludwigsburg 08 6:14

Wfr. Spandau 04 - White Sharks Hannover 21:6

Duisburger SV 1898 - Wassersportfreunde von 1898 Hannover 2:23

SV Weiden 1921 - SG Neukölln Berlin 8:17

SC Wasserfr. Fulda 1923 - ASC Duisburg 2:18

SV Blau-Weiß Bochum - OSC Potsdam 9:13

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