22.01.2020 - 23:49 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Trainer des SV Weiden fordert "Trotzreaktion, die sich gewaschen hat"

Heimspiel-Hattrick für die Weidener Wasserballer in den nächsten Wochen: Vor allem gegen ein Team haben die Oberpfälzer noch richtig etwas gutzumachen. Im Tor vertraut der Trainer einem Oldie.

Nach der Verletzung von Matthias Kreiner vertraut SV-Trainer Thomas Aigner (rechts) auf den Torwart-Routinier Christopher Klein (links). Die nächsten Heimspiele sind für die Oberpfälzer sehr wichtig.
von Josef Maier Kontakt Profil

(mr) "Da waren wir doppelt gestraft", sagt Thomas Aigner. Erst sah der Trainer der Weidener Wasserballer am Sonntagabend das schlechteste Saisonspiel seiner Jungs und danach ging es auch noch sechs Stunden durch die Nacht vom Rheinland in die Oberpfalz. "Die Heimreise war jetzt nicht so lustig", lässt Aigner ein bisschen in den Mannschaftsbus blicken. Um 2 Uhr am Montagmorgen waren die Weidener wieder zu Hause. Ein paar Stunden Schlaf, dann ging es für die Spieler wieder in die Arbeit oder in die Klassenzimmer.

Mit 4:9 hatten die Weidener das Bundesligaspiel beim Düsseldorfer SC verloren. "Dass viele Spieler so einen schlechten Tag haben, kommt selten vor", blickt der Trainer zurück. "Dabei waren wir sehr gut aufgestellt." Am Dienstagabend gab es ein Déjà-vu. Auf Video führte Aig-ner die Pleite nach dem Training noch einmal vor. "Da müssen die durch", meint der Coach schmunzelnd. Aber dann war das Spiel abgehakt.

Es geht jetzt volle Kraft in Richtung neuer Aufgaben, schließlich kommt eine ganz wichtige Phase auf den SV Weiden zu: Ein Heimspiel-Hattrick steht an. Am Samstag, 25. Januar, kommt Düsseldorf gleich zum Rückspiel in die Thermenwelt, am 1. Februar ist Poseidon Hamburg zu Gast und am Samstag, 8. Februar, gibt es das bayerische Wasserball-Duell mit dem SV Würzburg 05 ebenfalls in der Thermenwelt (alle Spiele 18 Uhr).

Aigner will noch nicht von entscheidenden Wochen sprechen, aber natürlich seien diese Heimspiele sehr wichtig im Hinblick auf die Tabellenkonstellation. In der Hauptrundengruppe B, einem Achter-Feld, liegt Weiden mit erst einem Sieg auf Rang 7. "Die Tabelle ist schon noch verzerrt", sagt der Trainer. Aber Platz 4 zu erreichen, werde sehr schwer. Mit dieser Platzierung hätten die Weidener den direkten Klassenerhalt geschafft. Die Teams auf den Plätzen 5 bis 8 spielen nochmal eine Runde mit Hin- und Rückspiel. An deren Ende steigt der Tabellenletzte ab und der Vorletzte muss in die Relegation mit den Zweitliga-Meistern.

Bis dahin ist es noch weit, Aigner sieht nur die drei Heimspiele in Folge: "Gegen Düsseldorf erwarte ich eine Trotzreaktion, die sich gewaschen hat." Das Spiel gegen Hamburg, aktuell Tabellenzweiter, werde sehr schwierig. "Die haben sich gut verstärkt." Und das Duell gegen Würzburg (Aigner: "Mit den Unterfranken verbindet uns eine Freundschaft") sei immer reizvoll.

In allen Heimpartien wird Christopher Klein im Tor stehen, nachdem sich Matthias Kreiner den rechten Mittelhandknochen gebrochen hat. "Christopher hat schon in Düsseldorf gut gehalten", lobt der Trainer den 37-jährigen Routinier. Klein selbst traut sich die nächsten Aufgaben zu. "Ich bin da nicht nervös", sagt er lachend. "Ich war zwar einige Jahre weg, aber jetzt bin ich wieder voll dabei." Aigner freut sich, dass die Torwartposition keine Baustelle ist. "Christopher hat nichts verlernt." Andere lernen dagegen schnell. Ob Nikolaj Neumann, der in bisher 5 Spielen 13 Tore erzielt hat, Robert Reichert oder Andreas Widiker, "sie alle haben einen großen Sprung gemacht", lobt der Trainer seine Nachwuchskräfte. Aigner hofft auch, dass nicht nur diese drei den Frust vom letzten Sonntag in positive Energie für Samstag umwandeln. Schließlich sollen dieses Mal die Düsseldorfer genervt sechs Stunden lang durch die Nacht nach Hause fahren.

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