15.09.2019 - 21:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Vohenstrauß siegt, Verfolger patzen

Der Spitzenreiter der Kreisliga Nord ist nicht zu stoppen. Während die SpVgg Vohenstrauß weitere drei Punkte einfährt, schwächeln die Verfolger. Davon profitiert der FC Weiden-Ost.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte der FC Dießfurt bei der 0:3-Heimniederlage gegen die DJK Weiden. Die Gäste hatten über 90 Minuten die Partie im Griff. In dieser Szene klärt Maximilian Voegtel (rechts) per Kopfball gegen FC-Angreifer Florian Prantzke.
von Armin Eger Kontakt Profil

Nicht aufzuhalten ist die SpVgg Vohenstrauß. Nach dem 4:1-Erfolg beim FC Luhe-Markt (13./3) ist der Vorsprung des Spitzenreiters auf sechs Punkte angewachsen, bedingt auch dadurch, dass sich der FC Tremmersdorf (3./16) mit einem 0:0 gegen den ASV Haidenaab (9./11) begnügen musste. Eine 0:3-Heimniederlage musste gar der FC Dießfurt (6./15) gegen die DJK Weiden (5./15) einstecken. Nach dem 2:0-Sieg bei Schlusslicht SV Störnstein (0 Punkte) hat sich der FC Weiden-Ost (16) nun Tabellenplatz zwei gesichert. Aus der Spitzengruppe verabschiedet hat sich wohl endgültig der SV Plößberg (7./12) nach der vierten Niederlage in Folge. Mit 0:1 musste sich die Walbert-Elf beim TuS-WE Hirschau (4./16) geschlagen geben.

FC Luhe-Markt - SpVgg Vohenstrauß 1:4 (0:3)

Tore: 0:1 (5.) Thomas Schieder, 0:2/0:3 (37./43.) Tomas Gita, 0:4 (80.) Thomas Schieder, 1:4 (87.) Daniel Ries - SR: Julian Rupp (DJK Ammerthal) - Zuschauer: 100

Bereits nach fünf Minuten ging die SpVgg durch Schieder in Führung. In der 16. Minute wurde der Ausgleichstreffer von Piskovic wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt. Mit einem schnell ausgeführten Freistoß scheiterte Vohenstrauß zunächst am Pfosten, aber drei Minuten später machte es Gita besser und er hob den Ball über Schlussmann Hotek ins Tor. In der 43. Minute war beim 3:0 wieder Gita zur Stelle, da der FC viel zu naiv verteidigte.

Nach dem Wechsel verwaltete die SpVgg das Ergebnis, ohne dass Luhe gefährlich wurde. Nach einem Eckball traf Schieder dann zum 4:0 für die Gäste. Ein Aufbäumen der Heimmannschaft war nicht zu erkennen. Das 1:4 durch Daniel Ries nach schönen Pass von Kurtusic war nur noch Ergebniskosmetik.

SV Störnstein - FC Weiden-Ost 0:2 (0:1)

Tore:0:1 (3.) Dominik Forster, 0:2 (47.) Dominik Forster - SR: Johannes Becher - Zuschauer: 50

(mkb) Auch im achten Saisonspiel konnte der dezimierte heimische SV nicht punkten und sitzt damit weiter am Tabellenende fest. Bereits kurz nach Spielbeginn erwischte der Gast einen Blitzstart und erzielte durch Dominik Forster den 1:0-Führungstreffer. Die "Ostler" übernahmen fortan die Spielkontrolle, Störnstein unterliefen viele einfache Abspielfehler. Chancen bis zur Pause blieben auf beiden Seiten Mangelware. Gleich nach Wiederbeginn gelang erneut Dominik Forster mit einem sehenswerten Seitfallzieher die verdiente 2:0-Führung. Danach verflachte die Partie etwas, auch weil der FC Weiden-Ost einen Gang zurückschaltete. Trotzdem blieben die Gäste stets Herr der Lage und fanden in SV-Keeper Tobias Schedl ihren Meister, der mit seinen Paraden einen höheren Rückstand verhinderte.

TuS-WE Hirschau - SV Plößberg 1:0 (0:0)

Tor:1:0 (52.) Marco Horn - SR: Stefan Betz (SV Etzenricht) - Zuschauer: 152

Mit dem 1:0-Erfolg gegen den SV Plößberg setzt sich der TuS-WE in der Spitzengruppe der Kreisliga Nord fest. In einem intensiven und kurzweiligen Spiel waren die Gäste im ersten Durchgang mehrfach nahe dran an einem Treffer, aber Hirschau konnte sich einmal mehr auf Keeper Alex Köck verlassen. Die Hausherren, immer nach Standards gefährlich, mussten mit einer neuformierten Defensive agieren, was sich bemerkbar machte.

Im zweiten Abschnitt erlöste Marco Horn mit einem schönen Heber die Kaoliner. Es sollte das Tor des Tages bleiben, weil die Defensive der Schuster-Truppe sicherer stand und es die Hausherren aber auch nicht schafften, bei einigen guten Konterchancen den zweiten Treffer zu erzielen. Während der TuS-WE somit seit drei Partien ohne Gegentreffer ist, geht die Plößberger Talfahrt mit der vierten Niederlage am Stück weiter.

FC Tremmersdorf - ASV Haidenaab 0:0

SR: Martin Waßink (TSV Kirchendemenreuth) - Zuschauer: 230

(rli) Beide Mannschaften kombinierten gefällig mit vielen Flachpässen und brachten ihre Sturmreihen mehrmals in gute Abschlusspositionen. Allerdings fehlte beim FC Neukam und Diepold und beim ASV Dötterl und Co. das Zielwasser. Auch die beiden Torhüter Angermann (FC) und Reiß (ASV) machten ihren Job sehr gut. Nach dem Wechsel ging es anfangs etwas ruhiger zu, wobei der ASV nach einem Diagonalball von ASV-Keeper Reiß über 60 Meter die beste Chance durch Dötterl hatte. FC-Keeper Angermann musste sich lang machen und konnte den Ball über die Latte lenken. Beide Mannschaften kämpften in dem fairen Derby leidenschaftlich um den Sieg. Längst hätte die Partie mehrere Treffer verdient gehabt. Die Heimelf kam durch Neukam und durch Ferstl nochmals zu guten Abschlüssen. Die beste Chance erarbeitete sich FC-Spielertrainer Ferstl, aber er traf aus neun Metern nur den Pfosten.

DJK Ebnath -TSV Erbendorf 2:4 (2:1)

Tore: 1:0 (19.) Dominik Plannerer, 2:0 (21.) Dominik Hautmann, 2:1 (39.) Muhammet Dal, 2:2 (48.) Sandro Hösl, 2:3 (62.) Bastian Wiesent, 2:4 (90.) Bastian Wiesent - SR: Klaus Seidl (Störnstein) - Zuschauer: 120 -Gelb-Rot: (58.) L. Kastner (TSV) Meckern

Eine unnötige Heimniederlage musste die DJK im Derby hinnehmen, denn Ebnath hatte bis zur 35. Minute das Spiel im Griff und ging durch Domink Plannerer verdient in Führung. Als kurz darauf Hautmann nach einer Ecke per Kopf auf 2:0 erhöhte, sprach alles für die DJK. Nach gut einer halben Stunde setzte der beste Gästeakteur Hösl den Ball neben das Tor. Plannerer hätte für Ebnath das Spiel entschieden können. Aber der TSV-Torwart parierte den Schuss mit einem super Reflex. Fast im Gegenzug dann die kalte Dusche, als Dal zum Anschlusstreffer einschob. Kurz nach der Pause gelang Erbendorf der Ausgleich. Hösl hatte sich gegen drei Mann durchgesetzt und der Ball landete im kurzen Eck. Als nach gut einer Stunde Kastner vom Platz musste, deutete sich ein Übergewicht der DJK an. Es kam jedoch anders, denn Hösl setzte sich durch, so dass Wiesent nur noch einschieben brauchte. Ebnath versuchte noch mal alles. Nach einem Freistoß von Sebald streifte der Ball über die Latte und die Fernschüsse waren eine sichere Beute des Keepers. Als in der Nachspielzeit Ebnath alles nach vorne warf, war es ein Fehlpass, den Wiesent eiskalt gegen die weit aufgerückte Abwehr zum 4:2-Sieg nutze.

FC Dießfurt - DJK Weiden 0:3 (0:2)

Tore: 0:1/0:2/0:3 (32./43./79.) Patrick Ott - SR: Ulrike Schraml (TSV Neudorf) - Zuschauer:50.

(fs) Nach gutem Beginn und optischer Überlegenheit wurde die Heimelf in ihren Aktionen immer fahrlässiger. Zudem offenbarte die Wild-Elf gravierende Mängel in der Ballkontrolle, was letztendlich ausschlaggebend für die sich anbahnende Niederlage war. Nach exakter Flanke stand Ott am langen Pfosten frei und markierte das 0:1. Kurz darauf fast ein Eigentor von Lang (DJK). Eine Fehlerkette nach eigenem Einwurf in Höhe des gegnerischen Strafraums setzte sich über das gesamte Spielfeld fort und Ott schoss überlegt zum 2:0-Pausenstand für die DJK ein. Auch nach dem Seitenwechsel fand die FC-Elf kein Mittel. Die einzige zwingende Chance resultierte aus einem Distanzschuss von Plößner in der 65. Minute, aber Torwart Hecht parierte glänzend. In der 80. Minute erzielte Ott völlig unbedrängt sein drittes Tor und fünf Minuten später fast noch ein weiteres.

VfB Mantel - SC Kirchenthumbach 2:3 (2:2)

Tore:1:0 (4.) Koffi Assila, 1:1 ( 26.) Julian Lehner, 2:1 (37.) Patrick Stubenvoll, 2:2 (37.) Thomas Freiberger, 2:3 (57.) Simon Speckner - SR: Thomas Masel (Bayreuth) - Zuschauer:85

Der VfB Mantel wartet weiter auf seinen ersten Heimsieg. Obwohl Koffi Assila mit einer feinen Einzelleistung die Führung erzielte, brachte der VfB keine Ruhe in das Spiel. Den kämpferisch starken Gästen gelang durch Julian Lehner der nicht unverdiente Ausgleich. Auch die erneute Führung von Patrick Stubenvoll egalisierten die Gäste bis zur Halbzeitpause. Als Speckner die Führung der Gäste in der 57. Minute erzielte, war das Spiel entschieden. Die Gäste versuchten den Spielfluss mit Verzögerungstaktiken zu unterbinden. So war die zweite Halbzeit geprägt von Nickligkeiten und Rudelbildung. In der letzten Minute versagte der Schiedsrichter dem VfB einen Elfmeter nach einem klaren Foul an Kraus im Strafraum.

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