26.05.2019 - 19:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Wasserballer müssen in die "Verlängerung"

Das 6:6 bei Wedding Berlin reicht dem SV Weiden nicht für den direkten Klassenerhalt. Ein Relegationsturnier entscheidet Ende Juni über den Bundesliga-Verbleib.

In Berlin mit zwei Toren geführt, dennoch den Sieg verpasst: Trainer Thomas Aigner muss nun mit seiner Mannschaft beim Relegationsturnier Ende Juni den Bundesliga-Klassenerhalt sichern.
von Autor PRGProfil

Weiden/Berlin. (prg) Wedding Berlin nur 6:6 und stieg deshalb enttäuscht aus dem Becken des Kombibades an der Seestraße. Die Weidener bleiben zwar in der Abstiegsrunde ungeschlagen, müssen aber - aufgrund der unseligen Punkteregelung der Hauptrunde - dennoch in die Relegation um den Verbleib in der Deutschen Wasserball-Liga.

Das Relegationsturnier soll vom 28. bis 30. Juni mit den vier Meistern der 2. Ligen West (SC Düsseldorf), Nord (vermutlich Poseidon Hamburg), Ost (offen) und Süd (SV Würzburg 05 )sowie dem SV Weiden gespielt werden. Da der SVV Plauen auf einen weiteren Start in der Bundesliga verzichtet, werden bei dem Turnier drei Plätze für die Deutsche Wasserball-Liga ausgespielt. Der Austragungsort ist offen, nachdem der SC Magdeburg kurzfristig abgesagt hat.

Das Spiel in der Hauptstadt begann verhalten. Beide Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig, demzufolge hieß es 0:0 zur ersten Viertelpause. Im zweiten Abschnitt änderte sich am Spielverlauf wenig, es fielen aber endlich Tore. Die Gastgeber gingen durch ein Freiwurftor in Führung, Jakob Ströll konnte aus Centerposition postwendend ausgleichen. Zur Halbzeit lag Wedding 2:1 vorne.

Die Berliner erhöhten nach dem Wechsel auf 3:1, doch dann folgte die stärkste Weidener Phase. Die Oberpfälzer verteidigten zwei Unterzahlsituationen und erzielten vier Treffer in Folge. Mit dem 5:3-Zwischenstand im Rücken gingen die Gäste das letzte Spielviertel an. Die Aigner-Schützlinge vergaben zu Beginn des Schlussabschnittes die Chance, in Überzahl auf drei Tore davonzuziehen und kassierten im Gegenzug den Anschlusstreffer. Sean Ryder stellte den Zwei-Tore Vorsprung wieder her. Keine vier Minuten vor Abpfiff trafen die Hausherren zum 5:6. Weiden verteidigte eine doppelte Unterzahl, verlor aber den Ball direkt wieder und kassierte ein Freiwurftor zum 6:6. In der verbleibenden Zeit brachte kein Team etwas Zählbares zustande. Die Berliner jubelten beim Schlusspfiff über den Ligaverbleib und die Weidener trauerten der verpassten Chance nach. "Es ist einfach schade. Die Mannschaft hätte es sich verdient, am Ende für die Leistung belohnt zu werden", sagte Trainer Thomas Aigner. "Es fehlte letztendlich so wenig. Aber so ist Sport. Es muss weitergehen und wir werden nicht aufgeben."

Am kommenden Samstag schließt der SV Weiden die reguläre DWL-Saison im Schätzlerbad gegen den SV Krefeld in einem eigentlich bedeutungslosen Spiel ab. "Wir wollen gewinnen, das sind wir auch unseren Zuschauern schuldig", betont jedoch Aigner. "Außerdem wollen wir in dieser Runde ungeschlagen bleiben, um deutlich zu machen, was die Regelung der Punktemitnahme aus der Hauptrunde wert ist, wenn ein Team, das in direkten Vergleichen vorne liegt, am Ende um den Klassenerhalt bangen muss" erklärte er.

SC Wedding Berlin - SV Weiden 6:6 (0:0, 2:1, 1:4, 3:1)

SV Weiden: Neumann (1 Treffer), Hinz, Trottmann, Kick (1), Denis Reichert, Ströll (1), Robert Reichert, Janecek (1), Ryder (2), Widiker, Sertl - Wasserverweise:Wedding 9, Weiden 7 - Spieler des Tages:Pawel Lis (Wedding)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.