21.02.2020 - 15:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Weidener Wasserballer dezimiert nach Hamburg

Nach dem Null-Punkte-Wochenende in Nordrhein-Westfalen geht der SV Weiden erneut auf Reisen, diesmal an die Elbe zum SV Poseidon Hamburg. Allerdings tun sich im Bus Lücken auf, auch der Trainer ist nicht mit an Bord.

Weidens Trainer Thomas Aigner (Mitte) kann seiner Truppe in Hamburg keine Anweisungen geben. Andreas Jahn springt als spielender Vertreter ein.
von Autor PRGProfil

Mit Licht und Schatten blicken die Verantwortlichen des SV Weiden auf den letzten Auswärtseinsatz der Wasserballer in der Deutschen Wasserball-Liga im Westen der Republik zurück. Die Weidener verloren am vergangenen Wochenende enttäuschend das wichtige Spiel in Duisburg und deutlich erstarkt die Sonntagspartie in Köln. Am Samstag, 22. Februar, geht die Reise gen Norden. Die Oberpfälzer gastieren beim Tabellenzweiten Poseidon Hamburg, der zuletzt in Würzburg einen Dämpfer einstecken musste (11:12-Niederlage). Trotz der Niederlage der Hanseaten und ungeachtet des Punktverlustes in Weiden, gelten die Hamburger als haushohe Favoriten in der einzigen DWL-Partie des Wochenendes.

Für die Abstiegsrunde wird das Spiel in Hamburg nicht bewertet, da die Hamburger mit dieser Runde nichts zu tun haben werden, dennoch ist die Begegnung für die Max-Reger-Städter nicht ganz unwichtig. Zu einem gelte es rein sportlich immer, die bestmögliche Leistung abzuliefern. Zum anderen haben die Aigner-Schützlinge einiges für das Selbstvertrauen zu tun: „Wir haben daheim gegen Hamburg sehr gut gespielt und wollen das auch auswärts wiederholen. Außerdem wollen wir uns mit guten Leistungen stärken, um im letzten, äußerst wichtigen Spiel in Würzburg am 14. März richtig zuschlagen zu können“, formuliert der Trainer seine Erwartungen. Bevor es nach Würzburg geht, haben seine Schützlinge noch ein Spiel mit ähnlicher Bedeutung wie das in Hamburg, am 7. März gegen Bayer Uerdingen zu Hause in der Thermenwelt.

Die Weidener stünden aktuell, nach Bereinigung der Tabelle, noch auf dem Nicht-Abstiegsplatz in der kommenden Abstiegsrunde. Die Abstände sind jedoch sehr eng, und es geht um jeden Punkt und um jedes Tor in den Begegnungen der direkt Beteiligten. Die Teilnehmer der Runde scheinen sich mit Würzburg, Duisburg, Düsseldorf und Weiden mit hoher Wahrscheinlichkeit herauskristallisiert zu haben. Für die Oberpfälzer ist damit das letzte Spiel der Hauptrunde in Würzburg das wichtigste des Restprogramms. Nach Abschluss der Abstiegsrunde, die wiederholt im Modus „Jeder gegen jeden“ mit Hin- und Rückspiel ausgespielt wird, steigt der Tabellenletzte automatisch in die zweite Liga ab, der Vorletzte muss das Relegationsturnier spielen und der Drittletzte ist bereits gerettet. Die Truppe um Kapitän Thomas Kick will auf jeden Fall den direkten Klassenerhalt schaffen. An diesem Ziel wird täglich gearbeitet: „Wir können und müssen einfach nur weiterarbeiten und hoffen, dass wir von weiteren Verletzungen verschont bleiben“, sagte der Kapitän. Der verletzte Keeper Matthias Kreiner kehrt langsam ins Training zurück, wird aber in Hamburg noch geschont und wahrscheinlich erst gegen Uerdingen wieder zwischen den Pfosten stehen.

Trainer Aigner, der selbst aus privaten Gründen nicht nach Hamburg mitreist, bekommt dazu noch Probleme, eine einsatzfähige Truppe aufstellen zu können. Die Zwillinge Robert und Denis Reichert sowie Fabio Guarino bleiben mit Fieber daheim, weitere vier Stammspieler waren noch am Donnerstag angeschlagen: Sean Ryder, Nikolaj Neumann, Michael Trottmann und Thomas Kick sind nicht ganz gesund und Aigner hofft, dass sich ihre Verfassung nicht weiter verschlechtert.

Die voraussichtliche Weidener Aufstellung für Hamburg: Christopher Klein (Tor), Nikolaj Neumann, Philipp Sertl, Michael Trottmann, Thomas Kick, Toni Hinz, Jakob Ströll, Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder und Andreas Widiker. Die Traineraufgaben übernimmt Andreas Jahn als Spielertrainer.

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