Weidener Wasserballer verbessert, aber erneut sieglos

Weiden in der Oberpfalz
15.01.2023 - 14:56 Uhr
Sean Ryder (links) war bei der Derbypleite in Würzburg bester Torschütze der Wasserballer des SV Weiden.

Das war wieder, wie schon so oft in der Vergangenheit, ein ganz spannendes und hartumkämpftes Bayernderby in der Wasserball-Bundesliga, das sich am Samstag im Würzburger Wolfgang-Adami-Bad abspielte. Der SV Weiden präsentierte sich deutlich besser als in den vergangenen beiden Spielen, verlor die enge und sportlich faire Begegnung aber mit 9:11 Toren. Durch die dritte Niederlage in Folge steigt der Druck auf die Oberpfälzer enorm, sich von den Abstiegsrängen fernzuhalten. Nächste Woche steht ein schweres Pokalspiel gegen Neukölln Berlin an, eine Woche später gastiert der SV beim Tabellenschlusslicht Hamburg.

Das Spiel in Würzburg begann mit einem Doppelpack der Hausherren zum 2:0 nach zwei Minuten. Die Gäste sammelten sich jedoch schnell, glichen aus und gingen kurz vor der ersten Pause das erste, aber auch das einzige Mal in Führung. Die Unterfranken trafen noch vor dem Ende des Auftaktviertels zum 3:3. Auch die ersten beiden Minuten des zweiten Viertels verschliefen die Max-Reger-Städter. Die Würzburger setzten sich erneut mit einem Doppelpack auf 5:3 ab, ehe die Weidener erneut zu ihrem Spiel fanden und mit 5:6 in Halbzeitpause gingen.

Wie sollte es aus Weidener Sicht auch anders sein, als auch den dritten Abschnitt mit zwei Gegentoren (5:8) zu beginnen. Aber auch diesmal ließen sich die Aigner-Schützlinge nicht hängen, kämpften sich zurück und schafften mit einer sehenswerten Aktion den 8:9-Anschluss vor der letzten Pause. Das Spiel wurde im Schlussviertel ein wenig hektischer, und die stark foulbelasteten Gäste (15 persönliche Fehler) wehrten sich mit letzter Kraft und guter Moral so gut sie konnten, doch es reichte am Ende nicht. Die Würzburger erhöhten zuerst auf 10:8, kurze Zeit später verkürzte Nikolaj Neumann noch auf 9:10, doch den den letzten Treffer zum 11:9-Endstand erzielten die Heuherren, die letztendlich verdient die zwei Derbypunkte einkassierten. Das Derby erfüllte mit Spannung und sportlich fairem Kampf die Erwartungen.

Den Weidenern wurden die jeweiligen Viertelbeginne zum Verhängnis. Dennoch war die Vorstellung der Aigner-Schützlinge passabel und deutlich besser als zuletzt. Darauf lässt sich aufbauen und Trainer Aigner verspricht weitere Leistungssteigerungen. Am kommenden Samstag erwarten die SVler den A-Gruppe Vertreter SG Neukölln Berlin zum Achtelfinale des Deutschen Wasserballpokals in der Thermenwelt. Unter normalen Umständen werden die Weidener dann nicht viel zu bestellen haben. Eine Woche später wird dagegen nur ein Sieg zählen, wenn Weiden beim Tabellenschlusslicht Hamburg antritt.

Statistik

SV Würzburg – SV Weiden 11:9 (3:3, 3:2, 3:3, 2:1)

Persönliche Fehler: Würzburg 7, Weiden 13 + 2 Strafwürfe

„Spieler des Tages“: Benjamin Flammersberger (Torwart SV Würzburg)

SV Weiden spielte mit: Matthias Kreiner im Tor, im Feld: Nikolaj Neumann (1 Tor), Dennis Underberg, Louis Brunner (2), Thomas Kick, Dennis Reichert, Cedrik Zupfer, Robert Reichert, Marek Janecek, Dimitrii Leichter, Sean Ryder (5), Stepan Rezek (1)

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