18.08.2019 - 20:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Zittersieg für die SpVgg SV Weiden

Bis zur 90. Minute müssen die Zuschauer am Wasserwerk warten, ehe Moritz Zeitler gegen den TSV Seebach für den Siegtreffer sorgt. Zuvor boten beide Kontrahenten in der Erstauflage dieses Duelles Magerkost.

Das war ein hartes Stück Arbeit: In der 90. Minute erlöste Moritz Zeitler (Vierter von rechts) die SpVgg SV Weiden mit dem 1:0-Siegtreffer gegen den TSV Seebach.
von Sebastian SchellProfil

Mit einem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den TSV Seebach hat die SpVgg SV Weiden die Tabellenspitze verteidigt. Moritz Zeitler erlöste die Heimelf nach einer über weite Strecken sehr schwachen Vorstellung mit seinem Treffer in der 90. Minute. „Das war heute absolut die Kategorie Arbeitssieg. Ein glücklicher, aber wichtiger Dreier für uns“, sagte Trainer Andreas Scheler zum zweiten Heimsieg seiner Elf.

Scheler rotierte auf drei Positionen im Vergleich zum 1:4 beim ASV Neumarkt. Dennis Paulus, Niklas Lang und Michael Busch ersetzten Dominik Mandula, Dominik Hradecky und Florian Rupprecht in der Startelf. Trotz dieser Änderungen startete die Partie mit nur wenig Tempo. Viele Zweikämpfe und Pressingaktionen bestimmten das Spiel, weswegen es kaum zu zwingenden Situationen in den Strafräumen kam. Deswegen verlief Durchgang eins fast ohne jegliche Torchance und mit optischen Vorteilen für den TSV Seebach zu Beginn. Erst ab Mitte des ersten Durchganges kam die Wasserwerkelf ein bisschen besser ins Spiel.

Wer nach dem Seitenwechsel auf Besserung hoffte, wurde enttäuscht. Die Gäste interpretierten ihre Rolle als giftiger und unangenehmer Kontrahent perfekt, während sich bei der SpVgg SV die Fehler häuften und keine Dominanz im Mittelfeld entfacht wurde. Das erste Brett des Spieles war dann auch auf Seiten der Seebacher zu notieren, allerdings verhinderte Torwart Matthias Götz gegen Tobias Biermeier den Rückstand (60.). Und die SpVgg SV? Die Offensive der Wasserwerkelf war an diesem Tag ohne Ideen und Duchschlagskraft und schaffte es nicht, die gut organisierte TSV-Defensive in Verlegenheit zu bringen. Zu viele Fehlpässe und Unkonzentrierten im Spielaufbau verlangsamten den Spielfluss und ließen die Zuschauer ein ums andere Mal ungeduldig werden. In der 80. Minute hatte Mandula per Kopf die erste hochkarätige Torchance.

Als sich das gesamte Stadion schon mit dem torlosen Remis abgefunden hatte, nahm sich Moritz Zeiler aus halblinker Position ein Herz und jagte das Leder aus acht Metern zum schmeichelhaften Siegtreffer in der Schlussminute in die gegnerischen Maschen. „Mund abwischen und weitermachen. Wichtig sind die Punkte, wir haben einiges zu verbessern“, wusste Scheler um die Unzulänglichkeiten im Weidener Spiel und um die Wichtigkeit des Erfolges.

Landesliga Mitte:

SpVgg SV Weiden - TSV Seebach 1:0 (0:0)

SpVgg SV Weiden: M. Götz, Heinl, Helleder, Tuma (55. Mandula), Paulus, Busch (46. Rupprecht), Graf, Lang, Zeitler, Rodler (69. Hradecky), Werner

TSV Seebach: Krinninger, Chirinciuc, Ebner (90. Nickl), T. Köglmeier, Biermeier, Fredl, Griesbeck, Kesten, Hauner, Wagner, F. Köglmeier

Tore: 1:0 (90.) Moritz Zeitler - SR: Richard Conrad (Aschheim) - Zuschauer: 223

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