(ssl) "Wir haben uns nichts vorzuwerfen und unseren Matchplan gut umgesetzt. Ich denke, dass wir Donaustauf heute in nichts nachgestanden haben und einen Punkt verdient gehabt hätten," sagte SpVgg-SV-Trainer Andreas Scheler nach der Partie. In der Tat bekämpften sich die beiden Kontrahenten während der gesamten 90 Minuten intensiv und auf Augenhöhe. Am Ende machten zwei Jokertore binnen 120 Sekunden den Unterschied aus.
"Es ist ärgerlich, dass wir das Spiel so schnell hergeben. Aber das ist dann vielleicht auch noch der Tick Abgezocktheit, der uns noch fehlt," beschrieb Scheler die entscheidenden zwei Minuten des Spiels. Zuvor sahen die 340 Zuschauer den zu erwartenden Spielverlauf. Die Schwarz-Blauen zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück und waren auf Torsicherung aus. Der SVD hatte den Ball, wusste damit aber allzu oft nichts anzufangen. Deswegen war die Spitzenpartie von Taktik geprägt und mit wenigen Torraumszenen garniert.
Götz im Mittelpunkt
So stand im ersten Durchgang vor allem das Duell des Toptorjägers der Liga, Nikola Vasilic, gegen Torwart Matthias Götz im Mittelpunkt. War Götz bereits zweimal bei hochbrenzligen Situationen reaktionsschnell der Sieger (24./30.) erreicht die "Fehde" kurz vor der Halbzeit ihren Höhepunkt, als Götz einen Foulelfmeter aus der linken Ecke fischte (45.). Es schien, als brachte der gehaltene Strafstoß das nötige Selbstvertrauen für die junge Wasserwerkelf. Denn nach und nach traute sich die SpVgg SV mehr aus ihrem "Schneckenhaus". Josef Rodler brachte aussichtsreich im Strafraum keinen Zug in seinen Schuss (53.) und auch ein Freistoß von Kapitän Florian Rupprecht brachte nichts Zählbares ein (57.). Langsam pendelte sich das Spiel aber wieder in Richtung von Torwart Götz. Dieser hatte das Duell gegen Torjäger Vasilic schon gewonnen, als die Stunde der Joker schlug. Der kurz zuvor für Vasilic eingewechselte Matheus Teodozo de Lima sorgte mit einem wuchtigen Kopfballtreffer für das erste Tor des Tages (72.). Und nur 120 Sekunden später erzielte der zweite Einwechselspieler Aldrin Emini den zweiten Wirkungstreffer. Die Messe war gelesen, auch wenn den Schwarz-Blauen der Wille und Kampfgeist auf einen Anschlusstreffer zu keiner Zeit abzusprechen war.
Nächster Gegner: Cham
Für die SpVgg SV Weiden bleibt es ein heißer Oktober, denn bereits am Freitag steigt das nächste Highlight im Sparda-Bank-Stadion. Dann gastiert zum Ende der Hinrunde der Tabellenzweite ASV Cham am Weidener Wasserwerk. Ein Sieg ist, bei aktuell sieben Punkten Rückstand, zwingend notwendig, um den Relegationsplatz nicht aus den Augen zu verlieren.
SV Donaustauf - SpVgg SV Weiden 2:0 (0:0):
SV Donaustauf: Hanke, Kowalczyk, Doblinger, Gögl, Dabo, da Silva (46. Emini), Hein (68. Bucher), Alschinger, Vasilic (68. De Lima), Sautner, Sauerer
SpVgg SV Weiden: Götz, Paulus, Rupprecht, Wildenauer, Rodler, Busch, Zeitler (77. Sturm), Werner, Geber, Kovac (46. Lang), Helleder
Tore: 1:0 (72.) Matheus Teodozo de Lima, 2:0 (73.) Aldrin Emini – SR: Alexander Schuster (Hohenau) – Zuschauer: 340 – Besonderes Vorkommnis: (45.) Matthias Götz (SpVgg SV Weiden) hält Foulelfmeter von Nikola Vasilic













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