Die Blue Devils Weiden haben am Sonntagabend das Heimspiel in der DEL2 vor 2148 Zuschauern mit 3:1 gewonnen. Dabei waren die Rosenheimer vor der Partie die stärkste Mannschaft der Liga auf fremden Eis, konnten dies aber gegen bissige Weidener kaum abrufen.
Interimscoach Jürgen Rumrich konnte im Duell mit der besten Auswärtsmannschaft der Liga auf dasselbe Aufgebot zurückgreifen, das nach der Freistellung von Sebastian Buchwieser zuletzt den wichtigen Sieg nach Penaltyschießen in Kaufbeuren eingefahren hatte. Innerhalb der Reihen nahm Rumrich kleinere Umstellungen vor, sodass Manuel Edfelder diesmal im Sturm auflief. Im Tor setzte der Interimscoach erneut auf den in Kaufbeuren überzeugenden Michael McNiven, der wieder zwischen den Pfosten stand.
Die ersten fünf Minuten standen ganz im Zeichen der Devils-Fans und des freigestellten Trainers Sebastian Buchwieser. Aus Protest gegen die Freistellung blieb es zunächst ungewohnt ruhig, bei der Mannschaftsaufstellung hallte stattdessen bei jedem Namen lautstark ein „Buchwieser“ durch die Arena. Auf dem Eis entwickelte sich derweil ein munterer Schlagabtausch: Neal Samanski und Ward ließen für Weiden beste Chancen liegen, auf der Gegenseite vergab Dietz aus guter Position, wenig später schepperte ein Schuss am Pfosten. Mit dem Wiederaufleben der Fangesänge verlor die Partie jedoch spürbar an Tempo. Viele Ungenauigkeiten auf beiden Seiten prägten das Spiel, echte Höhepunkte blieben anschließend bis zur ersten Pause aus.
Auch im zweiten Drittel blieben die großen Höhepunkte zunächst Mangelware. Erst ein Weidener Konter sorgte für Aufregung, als Gläser nach feinem Zuspiel von Ward plötzlich allein vor Autio auftauchte, den Rosenheimer Schlussmann aber nicht überwinden konnte. Kurz darauf zeigten die Hausherren ihre defensive Stärke und überstanden eine Unterzahlsituation souverän. Offensiv blieb vieles Stückwerk, doch dann nutzten die Blue Devils ihre Chance in Überzahl: Autio verlor nach einem Schuss, bei dem ihm die Sicht genommen war, die Scheibe – Gläser reagierte am schnellsten und schob ins leere Tor ein. In der Folge hatten die Blau-Weißen ihre beste Phase, verpassten jedoch die Vorentscheidung: Gläser und Voyer scheiterten, Letzterer traf drei Sekunden vor der Sirene nur den Pfosten.
Der Schlussabschnitt begann turbulent. Kaum war die Scheibe im Spiel, musste Weiden in Unterzahl ran – und diesmal nutzten die Rosenheimer ihre Chance: Hanna zirkelte den Puck mit einem sehenswerten Handgelenksschuss zum Ausgleich in den Winkel. Die Antwort der Blue Devils folgte jedoch prompt. Im eigenen Powerplay fälschte Neal Samanski einen Schuss von Schiemenz unhaltbar zur erneuten Führung ab. Nur wenig später setzte Voit Marusch perfekt in Szene, der allein vor dem Tor auftauchte und eiskalt zum 3:1 vollendete. Danach schnürten die Oberpfälzer den Gegner im Drittel ein, ließen die Scheibe laufen und hatten den vierten Treffer mehrfach auf dem Schläger – doch noch wollte er nicht fallen. Er war aber auch nicht nötig, denn die Weidener verteidigten tadellos und waren beim verdienten 3:1-Heimsieg einem weiterem Treffer näher, als die Gäste aus Oberbayern dem Anschluss.
Blue Devils Weiden – Starbulls Rosenheim 3:1 (0:0, 1:0, 2:1)
- Blue Devils Weiden: McNiven - Kolb, Muck, Pokorny, Bohac, Marusch, Ribnitzky, Schwaiger - Gläser, Voyer, Ward, Edfelder, Voit, Schiemenz, Vogt, No. Samanski, Ne. Samanski, Thal, Schwarz
- Starbulls Rosenheim: Autio - Hanna, Tiffels, Adam, Vollmayer, Bosecker, van der Linde - Dietz, Sarault, Järveläinen, Kolb, Feser, Pulkkinen, Stein, Calce, Taupert, Beck, Musin, Achatz
- Tore: 1:0 (35.) Gläser (Ward, Muck), 1:1 (43.) Hanna (Feser, Pulkkinen), 2:1 (47.) Neal Samanski (Schiemenz), 3:1 (49.) Marusch (Voit)
- Strafen: Weiden 6, Rosenheim 10
- SR: Heffner, Gawlik
- Zuschauer: 2148















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