27.02.2020 - 11:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Zweitligakegler kämpfen um den Klassenerhalt

Keine leichtes Wochenende für die Oberpfälzer, denn der SKC Weiden hat Spitzenreiter TSG Kaiserslautern zu Gast und der SC Luhe-Wildenau reist nach Erlangen-Bruck.

Geht Manuel Kessler auch im kommenden Jahr für den vor dem Abstieg in die Bayernliga kaum noch zu rettenden SC Luhe-Wildenau an den Start? Denn schon jetzt zeigen etliche Vereine Interesse an dem Leistungsträger.
von Norbert DietlProfil

Am vierletzten Spieltag der 2. Keglerbundesliga Nord-Mitte stehen am Samstag dem SKC Gut Holz SpVgg Weiden und dem SC Luhe-Wildenau ganz schwere Aufgaben ins Haus. Die Oberwildenauer müssen zum FSV Erlangen-Bruck, Weiden hat den Tabellenführer TSG Kaiserslautern zu Gast. Beide Spiele beginnen um 13 Uhr.

Mal sehen, ob die Niederlage im Nachholspiel beim Tabellenletzten ESV Schweinfurt beim SKC Gut Holz SpVgg Weiden Spuren hinterlassen hat. Bei noch ausstehenden vier Spielen steht den Weidenern jedenfalls das Wasser mehr als nur bis zum Hals. Und in dieser schwierigen Situation kommt ausgerechnet der Tabellenführer TSG Kaiserslautern nach Weiden. Die „Lauterer“ führen mit einem Punkt Vorsprung vor dem TSG Großbardorf die Tabelle an und wollen heuer unbedingt hinauf in die 1. Bundesliga. Auf dem Weg dorthin darf Weiden kein Stolperstein für das Team aus der Pfalz sein, zumal der Mitkonkurrent Großbardorf mit dem Heimspiel gegen Liedolsheim die vermeintlich leichtere Aufgabe hat. Wenn es dann am letzten Zweitligaspieltag zum Aufeinandertreffen der beiden Titelanwärter kommt, dann soll zumindest der Vorsprung von einem Punkt bei Kaiserslauterer Heimvorteil ins Ziel gerettet werden. Wie unangenehm die TSG als Gegner sein kann, das wurde den Weidenern im Hinspiel schon klargemacht, als „Gut Holz“ nach einer 7:1-Niederlage die weite Heimreise antreten mussten. Blickt man weiter zurück, dann stellt man fest, dass in der zweiten Liga die TSG in der Oberpfalz durchaus mehr als nur Nadelstiche gesetzt hat. Die Bilanz seit der Saison 2015/2016 ist mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in Weiden jedenfalls ausgeglichen. Am Samstag treffen am „Wasserwerk“ zwei Mannschaften aufeinander, die beide die Punkte dringend nötig haben. Kaiserslautern auf dem Weg zur Meisterschaft und Weiden, um den Abstieg in die Bayernliga zu verhindern. Dabei hat vor allem aus Weidener Sicht die Niederlage in Schweinfurt gezeigt, dass der eine oder andere Akteur in Sachen Motivation doch etwas Nachholbedarf hat. Anders lassen sich einzelne Ergebnisse jedenfalls nicht erklären. Wer letztendlich von der sportlichen Leitung aufgestellt und in das so wichtige Gefecht geschickt wird, bleibt abzuwarten. Mit Old School Kaiserslautern und dem FSV Erlangen-Bruck sitzen den Weidenern jedenfalls zwei Konkurrenten unmittelbar im Nacken.

Unabhängig davon hofft der SCK Gut Holz SpVgg Weiden auf die Mithilfe des SC Luhe-Wildenau. Der ist nämlich beim FSV Erlangen-Bruck zu Gast. Auch wenn die Chancen der Oberwildenauer auf den Klassenerhalt eher theoretischer Natur sind, abschenken wird man die Punkte in Mittelfranken sicher nicht. „Aufgeben ist keine Option; solange eine rechnerische Chance besteht, werden wir um den Klassenerhalt kämpfen,“ so Michael Grünwald vom SC. Und auch hier muss man abwarten, wie sich das letzte Ergebnis von der Moral der Mannschaft her auswirkt. Nach zwei Siegen in Folge hatte man sich gegen Old School Kaiserslautern etwas ausgerechnet, musste aber am Ende mit zwei Holz Differenz die Punkte hergeben. Dass sich angesichts der prekären Tabellensituation der Oberwildenauer schon jetzt Zweit- und sogar Erstligisten auf den SC-Leistungsträger Manuel Kessler stürzen und ihn für die kommende Saison unter Vertrag nehmen möchten, sorgt für zusätzliches Störfeuer. In der Saison 2017/2018 kreuzte man schon einmal in der zweiten Liga die Klingen und musste sich in Erlangen mit 3384:3382 denkbar knapp geschlagen geben. In der Hinrundenbegegnung des laufenden Spieljahres lieferten die Universitätsstädter eine selbst nicht für möglich gehaltene Leistung ab und nahmen trotz SC-Heimbestleistung mit 3602:3561 Holz die Punkte mit nach Hause. Patrick Fickenscher, Manuel Kessler, Jiri Vicha, Daniel Wutz, Ivan Bosko und Michael Grünwald treten für den SC die Reise nach Mittelfranken an. Als Ersatzmann ist trotz noch nicht gänzlich überstandener Verletzung sicherheitshalber Gert Erben dabei.

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