09.01.2019 - 15:02 Uhr
WeiherhammerSport

Eisschwimmen: Nass und auch bitterkalt

Hinein ins kalte Nass: Franziska Gmeiner und Richard Hirmer versuchen sich bei den German Open als Extremsportler.

Daumen hoch: Franziska Gmeiner (rechts) und Richard Hirmer (daneben) nahmen an der German Open im Eisschwimmen teil. Hinterher ging’s in den Wärmezuber bei angenehmen 35 bis 40 Grad. Tochter Franziska Hirmer und Roman Bäuml, Freund von Franziska Gmeiner, betreuten die beiden Sportler.

Zwei Nordoberpfälzer stürzten sich ins Wasser, und zwar ins bitterkalte. Die Extremsportart Eisschwimmen hat es Franziska Gmeiner und Richard Hirmer von der Wasserwacht Weiherhammer angetan. Bei den 5. Ice- swimming Aqua Sphere German Open im fränkischen Veitsbronn maßen sich die beiden Sportler mit nationaler und internationaler Konkurrenz.

War das Eisschwimmen früher überwiegend in den nordischen Ländern Europas und in Russland verbreitet, so finden nun auch hierzulande immer mehr Veranstaltungen solcher Art statt. Bei den German Open wurde in einem 50-Meter-Stahlbecken im Veitsbad geschwommen. Alles war für die über 200 Schwimmer aus 17 Nationen bestens durchorganisiert, auch die ärztliche Betreuung. Es wurden die Distanzen 50/100/200 Meter in verschiedenen Disziplinen angeboten. Ebenso im Programm waren die 500 und 1000 Meter Freistil.

Die 1000-Meter-Distanz war Teil der Weltcupserie der International Ice Swimming Association (IISA). Die Weltspitze war nicht nur mit Lokalmatador und mehrfache Weltmeister Christof Wandratsch vertreten. Noch immer schwimmt der 52-jährige Freiwasserspezialist international vorne mit. Für Franziska Gmeiner (25), die auch als Rettungstaucherin unterwegs ist, war dies der erste Wettkampf im Eisschwimmen. Die 200 m Freistil schwamm sie in einer Zeit von 3:13 Minuten. Für die 50 m Brust benötigte sie 49,72 Sekunden und belegte damit den zweiten Platz in der AK 25. Zum 3. Platz über 50 Freistil reichten 36,27 Sekunden. Damit lag sie nur 1,05 Sekunden hinter Siegerin Ailen Lascano Micaz aus Argentinien.

Richard Hirmer schlug über die 1000 Meter in 30:27 Minuten an und verfehlte damit seine Zielvorgabe von 22 bis 25 Minuten. Bis zur 800-Meter-Marke lag er im Zeitplan. Doch dann musste der 57-Jährige der 1,8 Grad kalten Wassertemperatur Tribut zollen. Zusehends baute er auf den letzten 200 Metern m kräftemäßig ab. "Das lief nur noch über den Kopf ab. Die letzten 20 Meter wollten nicht enden, dazu habe ich dreimal Wasser geschluckt", berichtete Hirmer. Seine weiteren Zeiten: 50 m Freistil: 46:54 Sekunden, 50m Brust 58:12 Sekunden, 200 m Freistil 4:13 Minuten, 500 m Freistil 12:04 Minuten.

https://swim.de/themen/ice-swimming-german-open

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