22.04.2019 - 18:01 Uhr
Wernberg-KöblitzSport

Nach Pause aufgewacht

In Naabtal-Derby sah es eine Halbzeit lange so aus, als könnte der TSV Detag Wernberg seine Krise auch gegen den FC Schwarzenfeld nicht beenden. Aber am Ende gingen die Lila-Weißen doch noch als Sieger vom Platz.

TSV-Spieler Dominik Häffner (Mitte) attackiert den Schwarzenfeld Spieler Philipp Fischer. Nach schwachem Beginn und einem 1:2-Pausenrückstand drehte der TSV Detag Wernberg die Partie und ging nach 90 Minuten mit einem 4:2-Sieg als Sieger vom Platz.
von Joachim LuffProfil

Die Köblitzer schafften es nicht, vorne auf den Gegner Druck auszuüben. Die Schwarzenfelder konnten ihr Kombinationsspiel aufziehen und der Gastgeber hatte aufgrund einiger katastrophaler Aussetzer in der Defensive Glück, dass er zur Pause nur mit 1:2 zurücklag. Nach einer Standpauke von Trainer Tom Gietl zur Pause, änderte sich das Bild im zweiten Abschnitt komplett und die Lila-Weißen fuhren einen verdienten 4:2-Sieg ein, der am Ende noch höher hätte ausfallen können.

Der TSV Detag verfiel nach einigen Minuten in dasselbe Fahrwasser wie bei den letzten Auswärtspleiten. Er verteidigte sehr hoch, konnte aber keinen Druck auf die Gästeabwehr ausüben, so dass Schwarzenfeld immer wieder die Lücke fand und zu klaren Chancen kam. Zunächst traf Felix Peter nur den Pfosten, den Abpraller setzte Marco Griebl freistehend über den Kasten (8.). Nun war der TSV von der Rolle. Kevin Mann leistete sich einen Blackout, F. Peter nahm das Geschenk an und Griebl brauchte seine Hereingabe nur noch über die Linie zu schieben (11.). Auf der Gegenseite ließ FC-TW David Kiener einen Schuss abprallen, doch es war kein TSV-Spieler zur Stelle (28.).

Nur wenig später der schmeichelhafte Ausgleich für Detag (32.). Lukas Hudec bediente aus abseitsverdächtiger Position Hozyfa Alabduldryby, der bei seinem Startelfdebüt keine Mühe hatte, einzuschieben. Aber Detag blieb im Tiefschlaf. Ein unnötig verursachter Freistoß, den Marco Zirngibl völlig ungehindert einköpfen durfte, brachte Schwarzenfeld wieder in Führung (36.). Diese hätte Griebl noch ausbauen können (38.), doch Detag-Keeper Moritz Plößl war im Duell Eins-gegen-Eins auf dem Posten.

TSV-Coach Tom Gietl hatte seiner Truppe ob der dürftigen Darbietung in der Halbzeitpause die Leviten gelesen und das zeigte nach Wiederbeginn Wirkung. Jetzt machte die Heimelf mehr Druck auf den Ballführenden, gewann mehr Zweikämpfe und ließ den FC, der es nun mit langen Bällen in den Detag-Strafraum versuchte, nicht mehr ins Spiel kommen. Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn gelang Lukas Hudec nach schöner Hereingabe von Andreas Reis der 2:2-Ausgleich (50.) und nachdem Fabian Göbl (52.) den Führungstreffer liegen ließ, spielte er Hudec frei, der ließ einen Gegenspieler aussteigen und vollendete zur 3:2-Führung für den TSV (61.).

Schwarzenfeld versuchte das Blatt zu wenden, fand aber kaum noch Mittel, um zum Erfolg zu kommen. Auf der anderen Seite verfehlte Alabduldryby mit einem schönen Heber das FC-Tor nur um Zentimeter (78.), bevor Klaus Moucha einen groben Patzer des FC-Torwarts zum 4:2 und zur Vorentscheidung nutzte. In der Restspielzeit ließen Moucha (83.), Patrick Luff (86.) und Göbl (89.) weiter Großchancen liegen.TSV Detag Wernberg:Plößl, Mann (46. Reis), Häffner, Moritz Polster, Alexander Luff, Maunz, Moucha, Thimo Luff, Alabduldryby (84. Patrick Luff), Hudec, Göbl1. FC Schwarzenfeld:Kiener, Philipp Peter, Böckl (65. Jakobitz), Messmann, Zirngibl, Griebl, Bäßler, Fischer, Mauderer, Klebl (70. Ferstl), Felix Peter Tore:0:1 (11.) Marco Griebl, 1:1 (32.) Hozyfa Alabduldryby, 1:2 (36.) Marco Zirngibl, 2:2, 3:2 (50./61.) Lukas Hudec, 4:2 (81.) Klaus Moucha - SR:Robert Kleffmann (SV Wenzenbach) - Zuschauer:150

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