12.08.2020 - 15:13 Uhr
WiesauSport

Elf Fragen an Benjamin Lauton (SpVgg Wiesau)

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Sportlich war Benjamin Lauton bis auf eine Saison immer der SpVgg Wiesau treu. Wie er durch die Coronakrise kam, und welche Chancen seine SpVgg in der Kreisliga Süd noch hat, falls der Spielbetrieb weitergeht, verrät er in unserer Serie.

Benjamin Lauton (links) ist der SpVgg Wiesau immer treu gewesen. Nur eine Saison kickte er für den Landesligisten FC Vorwärts Röslau.
von Armin Eger Kontakt Profil

Seit Benjamin Lauton mit dem Fußballspielen 1996 begonnen hat, ist er der SpVgg Wiesau treu geblieben. Mit einer Ausnahme. In der Saison 2015/16 kickte er für den Landesligisten FC Vorwärts Röslau. Als Kapitän führt der 30-Jährige den Kreisligisten Wiesau nun schon in der dritten Saison auf das Feld. Privat hat sich für ihn einiges verändert. Vor kurzem ist er Vater einer Tochter geworden und beruflich wagt er nochmals einen Neustart. Er besucht die Polizeischule in Nabburg, wo er zum Polizeimeister ausgebildet wird.

ONETZ: 1. Wegen der Coronakrise ruhte seit vielen Wochen der Trainingsbetrieb. Gingen Sie Ihrer Frau schon auf die Nerven?

Benjamin Lauton: Nein, ganz im Gegenteil. Meine Frau war während der Coronakrise schwanger und ich konnte sie durch die trainingsfreie Zeit besser unterstützen.

ONETZ: 2. Hatte das Wochenende ohne Fußball eine neue Struktur?

Benjamin Lauton: Ja, auf jeden Fall. Uns beiden war total langweilig, auch weil man während dieser Zeit keine Freunde treffen konnte. Meine Frau freut sich auch schon darauf, dass die Saison voraussichtlich im September weitergeht. Sie ist bei fast jedem Spiel dabei und trifft sich mit den anderen Spielerfrauen.

ONETZ: 3. Wann glauben Sie, dass Sie wieder bei einem Punktspiel auf dem Platz stehen?

Benjamin Lauton: Ich hoffe, so bald wie möglich. Aber falls im Herbst ein nächstes "Corona-Hoch" kommen sollte, dann sehe ich für dieses Jahr leider schwarz.

ONETZ: 4. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor dem Spiel?

Benjamin Lauton: Ich selbst habe kein Ritual vor dem Spiel. Aber ein Teamkollege isst vor dem Spiel immer Datteln. Das habe ich einmal ausprobiert, doch dann wurde mir während des Spiels richtig übel. Solche Sachen lasse ich dann auch lieber. Ich bin auch überhaupt nicht abergläubisch.

ONETZ: 5. Welche Fußballregel ist überflüssig, welche fehlt?

Benjamin Lauton: Ich finde die Auswärtstorregelung überflüssig. Eine Mannschaft, die gleich viele Tore erzielt und die gleiche Anzahl an Punkten erreicht, darf durch ein Auswärtstor zu wenig nicht so bestraft werden. Bitter ist es zum Beispiel bei 0:0 und 1:1, bei Gleichstand sollte es immer in die Verlängerung gehen, dann hat jede Mannschaft die faire Möglichkeit, es aus eigener Kraft zu schaffen. Eine weitere Regel fehlt für mich nicht, denn wir werden schon mit genügend Regeln überhäuft.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Benjamin Lauton: Nicht nur an ein Spiel, sondern an drei beziehungsweise zweieinhalb Spiele. Das war die Aufstiegsrelegation im Jahr 2013. Da gewannen wir die ersten zwei Spiele souverän mit 5:0 und 5:2, bei denen ich selbst drei Tore beisteuern konnte. Im "Finale" gewannen wir knapp mit 2:1, wobei ich die zweite Halbzeit beim Nähen einer Platzwunde am Kopf im Krankenhaus verbrachte. Nach diesem Relegationsmarathon stiegen wir wieder verdient in die Bezirksliga auf.

ONETZ: 7. Wenn die Saison weitergeht, was ist für die SpVgg Wiesau als Tabellenvierten noch möglich?

Benjamin Lauton: Wir haben zwei Spiele weniger als der Erstplatzierte. Falls wir diese Nachholspiele siegreich gestalten können, dann wären wir vorerst an vorderster Stelle. Der Aufstieg ist bei uns aber noch kein Thema. Wir wollen die "Großen" der Liga ärgern, die jedes Jahr wieder versuchen, unbedingt aufzusteigen. Unser Ziel war, nach den letzten beiden Saisons die Klasse zu halten. Da sollte normalerweise nichts mehr anbrennen.

ONETZ: 8. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Benjamin Lauton: Reich ist die Mannschaftskasse durch mich nicht geworden, aber vielleicht ab und zu mal mit der Strafe "Gelb wegen Meckerns".

ONETZ: 9. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten, zu welchem überhaupt nicht gerne?

Benjamin Lauton: Am liebsten spielte ich immer gegen den FC Tirschenreuth, weil das immer hitzige Derbys sowohl in der Bezirksliga als auch in der Kreisliga waren. Überhaupt nicht gerne fahre ich zum Sportplatz des SV Selb 13. Dort ist der Platz katastrophal und der Gegner körperlich sehr robust.

ONETZ: 10. Ihre Rückennummer ist die 6. Warum?

Benjamin Lauton: Mein ehemaliger Trainer Mario Gebhard veränderte mich damals vom Außenverteidiger zum Sechser. Seitdem trage ich auch die Rückennummer 6. Außer in Röslau, da hatte ich die 16, da die 6 bereits vergeben war.

ONETZ: 11. Ein Erlebnis Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Benjamin Lauton: Das war die Abstiegsrelegation 2015 von der Bezirksliga in die Kreisliga. Da haben wir leider gegen den TSV Konnersreuth im Elfmeterschießen verloren. Das war sehr schade für mich persönlich, denn ich wollte zum Abschied, bevor ich nach Röslau in die Landesliga wechselte, mit meinem Heimatverein nicht absteigen.

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