13.09.2019 - 15:49 Uhr
WindischeschenbachSport

Elf Fragen an ...

Warum er beim Fußball gelandet ist und welche Rituale er vor dem Spiel pflegt erklärt der 20-jährige Hannes Neumann von der SpVgg Windischeschenbach in unserer Rubrik.

Hannes Neumann ( SpVgg Windischeschenbach )
von Franz SperlProfil

Bereits vor einigen Wochen hat die SpVgg Windischeschenbach ihr Saisonziel neu definiert, es lautet nunmehr: „Meisterschaft“.

Ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, die dieses Ziel erreichen soll, ist Hannes Neumann. Obwohl erst 20 Jahre alt, ist er bereits in der zweiten Saison Kapitän der Benner-Truppe. Das beweist den Stellenwert des Innenverteidigers. Erst acht Gegentore musste die SpVgg hinnehmen, davon alleine fünf in Seugast, wo Hannes Neumann, erst aus dem Urlaub zurückgekehrt, bis zur 75. Minute auf der Bank saß.

Hannes Neumann, der Geoinformatik und Landmanagement im Rahmen eines dualen Studiums an der FH Amberg und am Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz absolviert, hat im Jahr 2007 in den F-Junioren bei der SpVgg begonnen und seitdem alle Altersstufen bei diesem Verein durchlaufen.

Neben sportlichen Aktivitäten aller Art gibt er Unternehmungen mit seinen Freunden in seiner Freizeit an. Fußball aber hat für ihn absolute Priorität.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

... Kampf, Wille, Ehrgeiz, Leidenschaft, Kameradschaft und der beste Sport der Welt.

ONETZ: 2. Warum sind Sie beim Fußball gelandet und nicht ein einer anderen Sportart?

Bei mit auf dem Dorf war bis zur Fußball-WM im Jahr 2006 Fußball kein großes Thema. Aber von da an wurde die Kinderschaukel zum Fußballtor umfunktioniert und täglich mit meinem Freund gekickt.

ONETZ: 3. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Das ist ganz klar die Tatsache, dass wir als Jugendmannschaft nie höher als über die Kreisklasse hinausgekommen sind. Als wir einmal in die Kreisliga aufgestiegen wären, mussten alle (auch die noch Spielberechtigten) eine Juniorenstufe nach oben rücken, um weiterhin eine Mannschaft bilden zu können. So mussten wir wieder unten in der Gruppe beginnen.

ONETZ: 4. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Ich pflege sogar zwei. Zuerst wird bei mir immer der rechte Schuh angezogen. Außerdem gibt es kurz vor dem Anpfiff noch eine Prise Franzbranntwein in die Nase.

ONETZ: 5. Ihre Rückennummer ist die 5. Warum?

Mein Vorbild Mats Hummels übernahm bei seinem Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2016 die Nummer 5. Da diese zu diesem Zeitpunkt bei uns in der Mannschaft frei gewoden war, wechselte ich von der vier auf die fünf.

ONETZ: 6. Die Anstoßzeit ist früher Nachmittag 15 Uhr. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt es nichts vorher?

Wenn wir zu dieser Zeit spielen, gibt es kein Mittagessen. Ein ausgiebiges Frühstück tut es auch. Dafür fällt dann das Abendessen oftmals größer aus.

ONETZ: 7. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Ganz klar an mein erstes Spiel im Herrenbereich im Juli 2017. Auch wenn ich dort nicht mein bestes Spiel ablieferte und noch dazu den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer verschuldete, gewannen wir vor einer überragenden Kulisse von 280 Zuschauern gegen die SpVgg Trabitz mit 3:2. Die Stimmung und die Euphorie waren bislang einmalig.

ONETZ: 8. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Da gibt es eigentlich keinen speziellen. Ich kann es grundsätzlich einfach nicht leiden, wenn Zuschauer Spieler oder den Schiedsrichter auf dem Platz beleidigen.

ONETZ: 9. Was traust Sie ihrem Verein heuer in der Kreisklasse zu?

Wenn meine Mannschaft trotz des jungen Durchschnittsalters Woche für Woche ihr Potential auf den Platz bringt, so wird es scher sein, uns zu stoppen. Ich denke, gerade unsere Offensive ist eine Waffe, die noch vielen Vereinen in dieser Saison Sorgen bereiten wird. Wir werden im Kampf um die Meisterschaft ein gewaltiges Wörtschen mitreden.

ONETZ: 10. Am nächsten Spieltag geht es gegen den TSV Kirchendemenreuth. Wie schätzen Sie den Gegner ein.

Zunächst ist es ein sehr spezielles Spiel für mich, da ich selbst "Haberländer" bin, aus der Gemeinde Kirchendemenreuth komme und am Sonntag auf viele Freunde und Bekannte treffe. Der TSV wird, typisch für ihn, über den Kampf versuchen in das Spiel zu finden. Wir dürfen den Gegner auf alle Fälle nicht an seinem letzten Ergebnis messen. Die Derbystimmung wird ihr Übriges dazu beitragen, so dass ich bei unserem Kirwaspiel einen heißen Fight erwarte.

ONETZ: 11. Was gefällt Ihnen an Ihrem Verein?

Unser Verein setzt auf sehr viele junge Eigengewächse und ermöglicht es mir damit, auch im Herrenbereich mit meinen Freunden aus Kindheitstagen zusammen zu spielen. Diese unglaubliche Kameradschaft, auch außerhalb des Fußballplatzes zeichnet uns neben unseren treuen Fans aus.

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