Deutschlands Tischtennis-Spielerinnen haben bei der Team-Weltmeisterschaft in London eine Medaille sicher. Sabine Winter, Ying Han und Annett Kaufmann gewannen im Viertelfinale mit 3:1 gegen Hongkong.
Die Weltranglisten-Neunte Winter holte dabei zwei Punkte. Die 43-jährige Han wehrte bei ihrem Sieg drei Matchbälle ab. Am Samstag spielt das Team von Bundestrainerin Tamara Boros gegen Japan oder die Ukraine um den Einzug in das WM-Finale.
Anders als die lange Zeit so erfolgreichen Männer hatten die deutschen Frauen seit 2000 bislang nur zwei WM-Medaillen geholt: 2010 in Moskau und 2022 in Chengdu jeweils Bronze. Bei großen Tischtennis-Turnieren wird der dritte Platz nicht extra ausgespielt, weshalb beide Halbfinal-Verlierer eine Bronzemedaille erhalten.
Deutsche Männer verlieren gegen Japan
Der Medaillentraum der deutschen Männer war zuvor im Viertelfinale geplatzt. Benedikt Duda, Dang Qiu und Patrick Franziska verloren mit 1:3 gegen Japan. Nach sechs Endspiel-Teilnahmen in den Jahren 2006 bis 2022 scheiterte das Team von Bundestrainer Jörg Roßkopf zum zweiten Mal nacheinander in der Runde der letzten Acht.
„Wir haben ein geiles Team. Es macht Spaß mit den Jungs. Man muss aber auch offen sagen: Japan will den WM-Titel. Japan ist eine bockstarke Mannschaft. Sie waren mental heute einen Tick stärker als wir“, sagte der Weltranglisten-17. Franziska. „Aber auch wir haben ein gutes Turnier gespielt. Alle haben gut mitgefightet. Es wird in der Zukunft weiter Spaß machen.“
Am vergangenen Samstag hatten die Deutschen den WM-Mitfavoriten Japan noch mit 3:2 in der Gruppenphase geschlagen. Zwar gewann Franziska auch diesmal sein Match gegen den Bundesliga-Profi Shunsuke Togami von TTF Ochsenhausen in 3:1 Sätzen. Doch ein Unterschied zum ersten Duell war, dass der Weltranglisten-Zehnte Dang Qiu im Viertelfinale gegen beide japanischen Topspieler Tomokazu Harimoto (0:3) und Sora Matsushima (1:3) verlor. Am Samstag hatte er beide noch jeweils in 3:0 Sätzen geschlagen.
© dpa-infocom, dpa:260507-930-48623/2














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