Update 28.08.2026 - 16:52 Uhr

WM-Gold für Kajakvierer - Überraschung im Frauen-Canadier

Das deutsche Paradeboot liefert mal wieder auf dem Punkt ab. Bei der WM in Poznan fährt der Kajakvierer einen souveränen Sieg ein. Die Frauen holen Bronze. Ein Duo sorgt für ein historisches Gold.

Die deutschen Kanuten haben bei der Weltmeisterschaft im polnischen Poznan einen grandiosen Einstand gefeiert. Am ersten Finaltag holte der deutsche Kajakvierer in der Besetzung Max Rendschmidt, Max Lemke, Jacob Schopf und Tom Liebscher-Lucz den WM-Titel. Im Finale setzte sich das Olympiasieger-Boot von Paris 2024 über die 500 Meter-Distanz mit über einer Sekunde Vorsprung vor Polen und Ungarn durch. 

„Wir haben ein Super-Finish gehabt. Dafür haben wir auch hart gearbeitet. Jetzt werden wir ein paar Biere kippen“, sagte Schlagmann Rendschmidt nach einer turbulenten Saison mit Disqualifikation wegen Fehlstarts. Nun war das Paradeboot auf dem Punkt wieder voll da. 

Auch die Frauen paddelten aufs Podest. Der Kajakvierer mit Paulina Paszek, Finja Hermanussen, Pauline Jagsch und Nele Reinwardt holte Bronze. Nur zwei Hundertstelsekunden fehlten für Silber, das Spanien holte. Den WM-Titel gewann China.

Historisches Gold für Canadier-Zweier der Frauen

Der Canadier-Zweier mit Carlotta Loske und Maike Jakob sorgte dann für die erste große Überraschung. Das Duo setzte sich unerwartet gegen die Ukraine und gegen das neutrale Team der russischen und belarussischen Athletinnen durch. Es war zugleich das erste deutsche Canadier-Gold bei den Frauen. . Bundestrainer Arndt Hanisch hatte die gute Form schon im Vorfeld angekündigt und mit einer Medaille geliebäugelt. Nun wurde es Gold. „Es ist unglaublich, wir können es gar nicht glauben“, meinte das Duo unisono und völlig überwältigt von ihren Gefühlen beim Anlegen mit ihrem Boot.

© dpa-infocom, dpa:260828-930-597975/2

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