Die deutschen Basketballer haben einen großen Schritt in Richtung Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar 2027 getätigt. Das Team von Bundestrainer Alex Mumbrú gewann in Polen nach einer vor allem in der Offensive durchwachsenen Leistung nach Verlängerung mit 96:94 (83:83, 41:31) und kann mit sieben Siegen aus acht Partien mit einem Erfolg im nächsten Spiel am 27. November in Lettland das WM-Ticket endgültig lösen.
Auch wenn NBA-Star Dennis Schröder von den Charlotte Hornets im polnischen Danzig durch drei frühe Fouls weniger Einsatzzeit bekam, zeigte der Welt- und Europameister lange Zeit eine konzentrierte Leistung. Mit 28:15 lag die deutsche Mannschaft gegen die zuvor noch ungeschlagenen Polen bereits nach zehn Minuten vorn. Vor allem in der Verteidigung und beim Offensiv-Rebound waren Johannes Thiemann und Co. den Gastgebern deutlich überlegen.
Kleine Schwächephase vor der Pause
Den guten Eindruck verspielte Deutschland Mitte des zweiten Viertels. Durch einen 11:2-Lauf verkürzte Polen den Rückstand auf sieben Zähler (29:36). Angetrieben von Schröder-Vertreter Maodo Lo ging das DBB-Team mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung in die Kabine.
Kapitän Schröder fand auch bei seinen Einsätzen nach dem Seitenwechsel nicht in die Partie. Während die Defensive weiterhin überzeugen konnte, hatte das Mumbrú-Team im Angriff ohne die NBA-Stars Franz und Moritz Wagner einige Probleme. Die deutsche Mannschaft war im dritten Viertel hauptsächlich von der Freiwurflinie erfolgreich.
Wilde Schlussphase, Entscheidung in der Verlängerung
Auch im Schlussdurchgang lief es weiterhin nicht rund, auch in der Verteidigung. Polen traf durch Andrzej Pluta immer wieder aus der Distanz und war beim Stand von 71:72 (33. Minute) erstmals wieder in Schlagdistanz. Bis zum Schluss blieb es eine enge Partie. Polen konnte zwei Minuten vor dem Ende zum 83:83 ausgleichen. Beide Teams verfehlten in einer wilden Schlussphase sämtliche Würfe und mussten in die Verlängerung.
In der Extraspielzeit hatte Deutschland wieder den besseren Start (90:83/42.). Doch erneut verspielte der Favorit eine eigentlich klare Führung. Schröder sorgte mit zwei verwandelten Freiwürfen dennoch für die Entscheidung. Der 32-Jährige war am Ende mit 18 Punkten bester Schütze.
© dpa-infocom, dpa:260830-930-606165/2













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