Eine Verhandlungsrunde zwischen dem DFB und dem neu gegründeten Ligaverband der Frauen-Bundesliga ist nach Ansicht von Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen positiv verlaufen. „Wir haben ein gutes Gespräch geführt und haben in einigen Punkten Klarheiten miteinander geschaffen – ich betone miteinander – und werden diesen Pfad jetzt weiter fortschreiten“, sagte Dreesen am Rande des Neujahrsempfangs der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt am Main. „Es werden noch einige Gespräche folgen.“
Mitgliederversammlung als weitere Station
Der Austausch mit der Spitze des Deutschen Fußball-Bunds um Präsident Bernd Neuendorf einige Stunden vor dem Empfang sei gut gewesen, sagte Dreesen. Er verwies auf die Mitgliederversammlung des neu gegründeten Frauen-Ligaverbands Anfang Februar als weitere Station. Dort wolle man die Mitglieder für den weiteren Weg mit dem DFB abholen, sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Doublesiegers im Frauenfußball.
Einigen sich DFB und der im Dezember gegründete Ligaverband - er vertritt die Interessen der 14 Erstligisten - trotz verfahrener Lage, entstünde als Joint Venture die Frauen-Bundesliga GmbH, kurz: FBL GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen wäre schon vom 1. Juli an dafür verantwortlich, Kernthemen der Liga wie Vermarktung oder Nachwuchsförderung kräftig anzukurbeln.
Heftige Verwerfungen vor Gründung
Vor der Gründung des Ligaverbands war es zu heftigen Verwerfungen zwischen Clubvertretern wie Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Dreesen gekommen. So fand die Veranstaltung auch nicht wie geplant auf dem DFB-Campus, sondern in Frankfurts Stadion statt.
Auch die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens kam bisher nicht zustande. Einer der Hauptstreitpunkte ist die Stimmenmehrheit. Auf die Frage, ob eine Abwanderung der Frauen-Bundesliga zur DFL, die die Männer-Clubs der 1. und 2. Bundesliga vertritt, vorstellbar sei, sagte Dreesen in der „Bild am Sonntag“: „Ich weiß, dass einige Kollegen diese Idee haben. Das ist eine Option.“
Eine andere könne sein, dass sich die Frauen in einer eigenen FFBL GmbH entwickeln. „Dann müssten sie einen Grundlagenvertrag mit dem DFB schließen, wie er seit ihrer Gründung im Jahr 2000 auch für die DFL gilt.“
© dpa-infocom, dpa:260126-930-599937/1














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