27.02.2018 - 17:08 Uhr
Sulzbach-Rosenberg

"Hollywood in Hollerbach" noch einmal am Wochenende Dorfidyll gerät aus Fugen

Wer träumt nicht von einer Karriere als Filmstar? Und das in einem kleinen Dorf, das viele nicht einmal auf der Landkarte finden? Die Geschichte von Hollerbach und seinen Bewohnern hat Humorist Toni Lauerer nach einem etwas anderen Muster gestrickt. Diesmal steht die Liebe im Hintergrund.

Sepp Dimpfls Mutter Lisl (Anita Subenvoll) erklärt dem Freund ihres Sohnes "Kraut" (David Hubmann) genannt das ihr Sohn nun als Regisseur Josef von Hollerbach genannt wird.
von Anton FenkProfil

Über einen vollen Saal und ein begeistertes Publikum freute sich die Theatergruppe des FC Großalbershof beim Dreiakter "Hollywood in Hollerbach". Die Akteure um Spielleiterin Sibylle Rubenbauer liefen dabei zur Hochform auf. Am Wochenende gibt es noch zweimal die Möglichkeit, dem Spektakel beizuwohnen.

"Hollywood in Hollerbach" zeigt einen kleinen Ort in Bayern, wo keiner dem anderen neidig ist und sich alle gut verstehen. Aber nur solange, bis Sepp Dimpfl (Daniel Bär), Sohn von Lisl (Anita Stubenvoll), die Filmhochschule in München besucht, um Regisseur zu werden. Darüber zerreißen sich die Dorfratschen Vroni (Regina Wohlfohr) und Moni (Lena Eglseer) hinter vorgehaltener Hand das Maul.

Lisa (Marlies Stubenvoll), die Tochter der Nachbarn Rudi (Richard Ertl) und Rosi (Cornelia Häuslmann), informiert den Sepp über das Gerede. Er beschließt, mit seinem österreichischen Freund - dem Kameramann Franz (Patrick Jeske) - allen einen Denkzettel verpassen.

Sie behaupten, einen Film über den Ort zu drehen und suchen Darsteller für das Spektakel. Sepps Mutter heißt ab sofort nicht mehr Lisl, sondern Elisabeth. Ihr Sohn nennt sich jetzt Josef von Hollerbach, da sich das in den höheren Kreisen besser schickt.

Die Filmemacher organisieren ein Casting, und alle schleimen nach Kräften, um eine Rolle zu ergattern. Postbote Kare (Hans Falk), der Kraut (Davit Hubmann) und Lisls Ehemann Sepp (Thomas Hollweck) erhoffen sich zudem einen Job. Aber bereits das Casting zeigt, was Hollywood nicht braucht.

Mit vielen, auch deftigen, Wortspielen brachte die Theatergruppe das Stück am Wochenende bereits drei Mal im Saal des Gasthauses Heldrich am Forsthof auf die Bühne und erntete großen Beifall. Vor allem aber die Situationskomik strapazierte das Zwerchfell der Besucher.

Spielleiterin Sibylle Rubenbauer freute sich nach der Premiere besonders über die hervorragende Leistung der Newcomer im Zusammenspiel mit den Altgedienten. Ihr Dank galt auch der Maskenbildnerin Christine Fenk, Möbel Münch und dem Werkhof für die Bühnenausstattung, Wirt Michael Heldrich, Flyer-Designer Daniel Fenk, Pressebegleiter Anton Fenk, den Sponsoren Metallbau Bär und Bauunternehmen Gnan & Köper sowie den vielen Helfern im Hintergrund.

Für die letzten Aufführungen am Freitag, 2. März (19.30 Uhr), und Sonntag, 4. März (19 Uhr) sind zum Preis von sechs Euro noch einige Plätze frei. Karten gibt es unter 09661/8 75 70 im Gasthaus Heldrich am Forsthof oder an der Abendkasse.

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