28.02.2020 - 13:18 Uhr
OTon

Lebenselixier Wasser

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Meeresrauschen, eine heiße Dusche, frisch aufgegossener Tee. Wasser kann beruhigen, beleben, Angst machen, es bringt Freude – ist lebenswichtig. Im OTon macht sich Miriam Wittich Gedanken über ihren meist unbekümmerten Umgang damit.

Türkisblau, spiegelglatt, wunderschön. Wasser kann aber auch wild und stürmisch sein, bedrohlich. Viele unserer Freizeitbeschäftigungen finden auf oder neben Gewässern statt. Bei Hochwasser oder Tsunami wird es zur Bedrohung für Existenzen. In unserem täglichen Leben nutzen wir Wasser ganz selbstverständlich. Für andere Menschen ist der Mangel daran lebensgefährlicher Alltag.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

„Menschen müssen regelmäßig auf große Gewässer starren, sonst werden sie komisch.“ Hab ich mal im Internet gelesen. Stimmt. Wobei – so groß müssen die für mich gar nicht sein. Egal ob Meer, See oder Fluss. Dieses Element hat Anziehungskraft.

Erfrischung.

Als Kind war ich eine richtige Wasserratte, liebte das Schwimmen, war in der Wasserwacht. Mittlerweile reicht es mir oft, einfach zu schauen. Außer natürlich, es ist unglaublich heiß.

Sehnsucht.

Ich liebe Bücher. In meinem letzten Urlaub aber hab ich mir auch ein Hörbuch ausgeliehen. So konnte ich der Geschichte lauschen, die Augen aufs Meer statt auf Papier gerichtet. Schön. Aber die Gedanken schweifen schnell ab. Wer die Wellen beobachtet, braucht keine zusätzliche Unterhaltung.

Geborgenheit.

Genauso gerne bin ich in den Bergen. Aber sogar gigantische Gipfel sind schöner, wenn sie sich in einem See spiegeln. Für mich.

Lebenselixier.

Die Erde, der blaue Planet. Zu 70 Prozent ist unsere Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Fast genauso hoch ist der Anteil an Wasser im menschlichen Körper. Schon bevor wir auf die Welt kommen, schwimmen wir – neun Monate lang. Ungefähr drei Tage überlebt ein Mensch, ohne zu trinken. Nicht länger.

Alltag.

Kürzlich musste bei mir daheim das Wasser abgedreht werden, auch die Abwasserleitungen waren dicht. Puh. Schnell ein Glas Wasser direkt aus der Leitung zapfen? Fehlanzeige. Zähneputzen, Händewaschen, Duschen? Nöö. Klospülung? Ähm. Kochen, Abspülen, Wäschewaschen …

Wie selbstverständlich das für mich ist. Oben kommt die klare Flüssigkeit heraus, im Abfluss verschwindet die „gebrauchte“ Brühe. Ich denke nicht darüber nach. Bin verschwenderisch.

In diesen Tagen ohne Wasserversorgung im Haus wird mir einmal mehr bewusst, wie angenehm mein Leben sonst ist. Und ich muss an die Menschen denken, für die Wasser ein Luxusgut ist.

Gesundheit.

Mehr als 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem und durchgängig verfügbarem Trinkwasser. 4,3 Milliarden Menschen können keine sicheren Sanitäranlagen nutzen. Das steht im UNESCO-Weltwasserbericht 2019.

Das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser ist 2010 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen als Menschenrecht anerkannt worden. Einklagbar ist das jedoch nicht.

Grundlage.

Doch Wasser ist essentiell für unsere Gesundheit. Physisch und psychisch. Ohne Wasser kein Leben.

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