Der Hashtag #cantwait2ski zieht sich wie ein roter, Pardon, weißer Faden durch mein Insta-Profil. Hier sind es noch 56 Tage. Da beginnt die Saison bereits Mitte November. Woanders heute.
Heute! Die Skigebiete bereiten sich längst vor. Und ich bin wieder spät dran. Panik! Eigentlich wollte ich im August anfangen. Kniebeugen während des Zähneputzens. Zeitunglesen in der Abfahrtshocke. Jede morgendliche Routinetätigkeit mit einer Übung verbinden.
Es wäre so einfach. Wenn ich nicht dieses problematische Verhältnis zur Skigymnastik hätte. Ich liebe Skifahren. Und alles, was mit der Vorbereitung darauf zu tun hat. Skier wachsen, Stiefel putzen, Klamotten imprägnieren. Herrlich. Nur diese Gymnastik ist nicht mein Ding.
Es wird wirklich Zeit. Wenn ich mich nicht ranhalte, leide ich. Ich weiß genau, wie das endet: Die Oberschenkel brennen. Die Knie sind wackelig. Ich kurve im Senioren-Stil über die Piste – wird mir zumindest von meinem ekelhaft sportlichen Mitfahrer vorgehalten. Kräftesparend – nenne ich das. Oft mein letzter Ausweg.
Diesmal nicht. Nicht wieder. Ich werde sportlich sein. Die Erste und Letzte auf der Piste. Jede Abfahrt elegant durchziehen. Nicht jammern. Theoretisch: schön und gut. Praktisch eher schwierig. Aber ich habe noch ein paar Wochen Zeit. Und wenn ich am Montag anfange – dann bin ich in dieser Skisaison unaufhaltbar. #cantwait2ski!
Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.













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