02.05.2019 - 17:36 Uhr
OTon

Unproduktiv kreativ

Manchmal lässt die zündende Idee länger auf sich warten. Im neuen OTon beschreibt Wolfgang Ruppert, wie schwer es manchmal sein kann, unter Druck kreativ zu sein.

Symbolfoto.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Manchmal fällt es mir total schwer, kreativ zu sein. Besonders dann, wenn ich unter Druck stehe und mir jemand sagt: „Wir brauchen einen Text von dir. Der muss spätestens in zwei Tagen fertig sein.“ Umso mehr Gedanken ich mir mache, worüber ich schreiben könnte, umso weniger kommt dabei heraus.

Dann sitz‘ ich da, zermartre mir das Hirn, wie ein Mantra versuche ich mir einzureden: „Komm schon, so schwer ist das doch nicht. Das sind doch nur ein paar Zeilen, konzentrier dich einfach.“ Die Zeit vergeht, ich guck in die Luft, mir fallen hundert andere Sachen ein, die überhaupt gar nichts mit meinem Problem zu tun haben.

Wirklich weiter hilft mir das natürlich nicht. Im Gegenteil: Meine Gedanken schweifen immer mehr ab, ich habe schon fast vergessen, was ich eigentlich machen wollte. Ich denke über meine Lieblingsbands nach und an neue Songs, auf die ich vor kurzem gestoßen bin: Wahnsinn, wie viele coole Bands aus den 90ern heute nur noch kommerziellen Mist produzieren.

Aber halt: Ich wollte ja eigentlich einen Text schreiben. Langsam wird mir klar, wie unproduktiv ich gerade bin. Dann macht’s auf einmal „klick“: Heureka! Endlich habe ich eine Idee. Nun füllen sich die Zeilen wie von selbst.

OTon:

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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