05.07.2018 - 14:46 Uhr
OTon

Urlaub im Schlaraffenland

Frankreich ist für mich ein Schlaraffenland. Auf jeder voyage nach la belle France entdecke ich neue Spezialitäten, die ich ausprobieren und mit nach Deutschland bringen muss.

Bier aus der Heimat in einem Geschäft in Südfrankreich, 1300 Kilometer von der Oberpfalz entfernt.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Frankreich ist für mich ein Schlaraffenland. Auf jeder voyage nach la belle France entdecke ich neue Spezialitäten, die ich ausprobieren und mit nach Deutschland bringen muss.

Es fängt schon mit dem Frühstück an: Frisches baguette vom Dorfbäcker, am liebsten die Variante traditionelle und ein croissant oder pain au chocolat, das ich - wie eine petite française - in meine tasse de café tauche.

Weil es im Sommer in meinem Lieblingsdorf in Südfrankreich bei Perpignan sehr heiß werden kann, gibt es mittags nur etwas Kleines, Leichtes. Frische Melonen mit Schinken zum Beispiel oder salade mit surimi. Das ist in Stangen gepresstes Fischfleisch und sieht aus wie Fischstäbchen ohne Panade. Eigentlich kommt das aus Japan, aber egal, die Franzosen stehen drauf. Und ich auch! Dazu gibt's panaché - gepanschtes Bier. Das französische Radler schmeckt wie Limo mit nur einem Fingerhut bière. Besser ist Orangina, limonade française samt Fruchtfleisch.

Zum Abendessen wird poisson grillé mit Kartoffeln aufgetischt, dazu ein leckerer vin blanc aus der région. Mein Lieblingsdessert: Faisselle, ein Milchprodukt zwischen Joghurt, Quark und Frischkäse.

Bei all den spécialités wird der Einkauf zum Erlebnis, im Korb landen Leckereien en masse, die Rechnung ist höher als à la maison. Den ganzen Urlaub über besorge ich die Lebensmittel, die ich in Deutschland vermisse. Da mir fast alles schmeckt, ist das Auto bei der Rückreise immer ziemlich vollgepackt.

Eines Tages im vergangenen Sommer stehe ich dann aber doch ganz verdutzt vorm Alkoholregal eines Biomarkts. Auf den Brettern werden nicht nur bouteilles française angeboten. Dazwischen, très bien, Neumarkter Lammsbräu. Bière bavaroise gibt es nicht nur in der Heimat. Santé!




Info:

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Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. In unserer Kolumne „OTon“ schreiben wir einmal in der Woche über das, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen. Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton.

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