14.05.2018 - 16:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Muttertagskonzert der Kreismusikschule Tirscherneuth Müttern taktvoll gratulieren

Es ist eine schöne Sache, Mütter zu ehren, ihnen zu danken. In Deutschland wurde dieser Gedenktag am 13. Mai 1923 offiziell eingeführt. Die Nazis haben ihn, etwa mit dem Mutterkreuz, für ihre Propaganda instrumentalisiert. Heute werden Mütter auf der ganzen Welt an einem Sonntag geehrt, selbst in den ehemaligen Ostblockstaaten, wo es keinen Mutter-, sondern einen Frauentag gab.

Souverän meistert die Singklassen aus Tirschenreuth unter Leitung von Klaudia Kormann ihren Auftritt. Bilder: cgu (2)
von Redaktion OnetzProfil

Im Vergleich zum Tag der Jogginghose und anderen kuriosen Feiertagen hat dieser Tag auf jeden Fall seine Berechtigung. Wenngleich es auch am Muttertag viel Kritik gibt: Es sei reine Geschäftemacherei, Mütter, die ja auch Frauen sind, würden mehr davon haben, wenn zum Beispiel die Löhne und beruflichen Aufstiegschancen gleichberechtigt wären.

Doch zurück zum Muttertagskonzert in Tirschenreuth, das Tobias Böhm moderierte. Bereits der Blick aufs Programm zeigte: Dieser Abend wird vollgepackt sein mit bekannten, aber auch weniger bekannten Musikstücken, interpretiert von jungen begabten Musikern. Mit dabei auch moderner und klassischer Tanz.

Kleine Panne kein Problem

Das Publikum genoss Musik von Schubert über Mozart bis zu Dvorák und Chopin. Die Mütter im Publikum, die ihre Sprössling da auf der Bühne singend oder ein Instrument spielend sahen, erlebten ein herrliches Gefühl von Stolz und Dank. Doch auch für die Nicht-Mütter war es beeindruckend, wie Kinder fast schon selbstverständlich mit Musik umgehen.

Glanzlicht war in dieser Hinsicht der Auftritt der Singklassen aus Tirschenreuth unter Leitung von Klaudia Kormann. Die rund 50 Kinder standen in blauen Oberteilen souverän auf der Bühne. Mit Begeisterung sangen sie und ließen sich auch durch kleine Pannen mit dem Mikrofon nicht aus der Ruhe bringen.

Überhaupt war der Abend durch die vielen Tanzeinlagen ein sinnlicher Genuss: Die Ballettklasse Syliva Brauneis bot "Hereinspaziert! Op. 518" von C. M. Zierer. Schwebend, im Walzerschritt verzückten die Tänzerinnen das Publikum. Ganz anders die Tschechinnen, die mit Beyoncés "Helo" und "Tsunami" von A. u. Ch. van den Hoef die Bühne zum Vibrieren brachten. Ein Feuerwerk, ein Wirbeln der Tanzstäbe und Frauenkörper durch die Luft, das vom Publikum begeistert beklatscht wurde.

Nicht minder beeindruckend: "Cavatina" von St. Myers, gespielt von Martina Krausová und Jaroslav Honzák. Aus Tirschenreuth gab es viel von Schubert zu hören: Paula Fürnohr ("Seligkeit" und "Liebhaber in allen Gestalten") sowie Verena Bauer mit "Ganymed op. 19, Nr. 3" überzeugten die Zuhörer mit ihrer Gesangskunst: Alles in allem boten die Schüler aus Tirschenreuth und Sokolov ein wunderschönes Zusammenspiel aus Gesang und Tanz zu Ehren der Mütter.

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