Landkreis auf Afrikanische Schweinepest vorbereitet
Einmalig in der Oberpfalz

Die Waschhalle des Kreisbauhofs ist für den Ernstfall vorbereitet: An Vize-Landrat Alfred Scheidler übergibt Regierungspräsident Axel Bartel (von rechts) den amtlichen Zulassungsbescheid. Bild: cf
Politik
Tirschenreuth
20.02.2018
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Regierungspräsident Axel Bartelt hofft, dass der Seuchenfall niemals eintritt: Angesichts der Bedrohung durch die seit Sommer 2017 auch im östlichen Tschechien grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) trifft der Landkreis Tirschenreuth Vorsorge. Als erster Kreis in der Oberpfalz - von der zentralen Tierkörperverwertung in Rothenstadt/Weiden abgesehen - bereiten die Tirschenreuther im Bauhof eine Sammelstelle vor.

In der gefliesten und abschließbaren Waschhalle sollen die Jäger im Ernstfall die Wildschwein-Kadaver anliefern. Der Leiter des Veterinäramts Tirschenreuth, Dr. Klemens Dötsch, lobte die Nähe der (prophylaktischen) Sammelstelle zu seiner Dienststelle. Die Entsorgung der mutmaßlich infizierten, verendeten Wildschweine wird auch dokumentiert; die Kadaver werden dann abtransportiert, zermahlen sowie erhitzt und später einmal in Zementwerken u. a. verbrannt. Die weitgehend mit Eigenmitteln kostengünstig vorbereitete Sammelstelle verfügt auch über eine Desinfektionsmatte und ein Waschbecken, um die Hände keimfrei zu machen.

Die Sammelstelle geht auf einen "runden Tisch" der Regierung der Oberpfalz zurück. Wie berichtet, erhalten die 10 Hegeringe im Landkreis außerdem je eine 240-Liter-Tonne: Die Behälter fassen die Jagdabfälle (Aufbruch) von bis zu vier Wildschweinen. Als engagierter Jäger bereitet auch der Chef der Erdenwerke Ziegler, Gregor Ziegler, in seinem Betrieb die Entsorgung der Schwarzwild-Jagdabfälle vor.
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