07.03.2018 - 20:00 Uhr
Ursensollen

Hauptversammlung der Feuerwehr Ursensollen 85 Mal sofort vor Ort

Für die Feuerwehr Ursensollen war das vergangene Jahr alles andere als langweilig. Es war fast das einsatzreichste ihrer Geschichte. 85 Mal mussten die Rettungskräfte ausrücken, um vor allem im Bereich der technischen Hilfeleistung Schwerstarbeit auf freiwilliger Basis zu verrichten.

Im Juni 2017 traf sich die Feuerwehr Ursensollen, um nach 13 Jahren wieder ein gemeinsames Gruppenbild der aktiven Wehr zu machen. Das Motiv ist ebenfalls auf den neuen Geschenkkrügen der Wehr abgedruckt. Archivbild: brü
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Bei der Jahreshauptversammlung der Wehr im Gasthaus Reif in Ursensollen zogen die Mitglieder Bilanz.

51 der derzeit 374 Kameraden kamen, um zunächst dem Bericht des Vorsitzenden Markus Dehling zuzuhören. Er freute sich, dass im vergangenen Jahr acht neue Mitglieder dem Verein beigetreten sind, denen aber vier Austritte und fünf Sterbefälle gegenüberstehen. Bei der Jugendfeuerwehr waren fünf, bei der Kinderfeuerwehr drei Neuzugänge zu verzeichnen. "Die Ursensollener Wehr muss sich derzeit keine Nachwuchssorgen machen." Für den Verein selbst verlief das vergangene Jahr in vielerlei Hinsicht bestens, so Dehling. Die zusammen mit der Kirwagemeinschaft und dem Reservistenverein ausgerichtete Vitus-Kirwa war ein großer finanzieller Erfolg. Auch die Winkler Kirwa, die im vergangenen Jahr zum 40. Mal ausgerichtet wurde, kam bestens an. Aus deren Erlös konnten 500 Euro Spende an den Winkler Ortssprecher Alfons Lehmeier für den Erhalt der kleinen Dorfkapelle übergeben werden.

Neue Akku-Geräte

Auch die aktive Wehr profitierte von den Veranstaltungen. Der Feuerwehrverein spendierte den Aktiven einen Akku-Trennschleifer und eine -Säbelsäge.

Die Wichtigkeit der kabellosen Gerätschaften bei Einsätzen betonte Kommandant Thorsten Michl in seinem Bericht. Er erklärte, dass bis dato der Wehr nur schweres Rettungsgerät zur Verfügung stand, das gerade bei kniffligen Klemmsituationen nur schwer einsetzbar sei. "Durch die neuen kabellosen Geräte ist auch arbeiten auf engstem Raum möglich. Das führt zu einem enormen Einsatzvorteil." Das sei wichtig, da die Einsätze gerade im Bereich der technischen Hilfeleistung stetig zunähmen, fasste Michl zusammen. Die Wehr wurde im vergangene Jahr zu 15 Einsätzen des abwehrenden Brandschutzes gerufen.

50 Mal mussten sie zu technischen Hilfeleistungen ausrücken. Ein Einsatz war im Bereich ABC-Gefahrstoff zu verzeichnen. Es gab fünf Sicherheitswachen sowie 14 kleinere Einsätze wie Absicherung von Prozessionen oder des Festzugs zum Jubiläum der DJK Ursensollen. Hierbei wurde 27 Personen Hilfe geleistet, eine befreit und gerettet, für zwei Menschen kam bei einem Verkehrsunfall jedoch jede Hilfe zu spät.

Um für die Einsätze bestens gerüstet zu sein, wurde viel Zeit in Aus- und Fortbildung investiert, wie Michl berichtete. 69 Übungen der aktiven Wehr in verschiedensten Bereichen wurden abgehalten, Leistungsabzeichen, Leistungswettbewerb und Wettkämpfe besucht. Auch die Jugend zeigte sich sehr aktiv. 33 Mal stand eine Übung auf dem Programm. Jugendwart Alexander Streher blickte in seinem Bericht auf diese zurück. Der Höhepunkt war nach seinen Worten die Teilnahme am Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr. Dort erreichten die Ursensollener einen für sie herausragenden 6. Platz. Für das aktuelle Jahr seien wieder die Ausrichtung eines 24-Stunden-Übungstages geplant sowie der Start der Grundausbildung.

Fahrzeug wird eingeweiht

Für den Verein selbst dürfte der Höhepunkt des Jahres am Sonntag, 5. Mai, anstehen. Nachdem der Gemeinderat am 31. Januar 2017 den Kauf eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) 20 als Ersatz für das vorhandene Löschgruppenfahrzeug (LF) 16 aus dem Jahr 1984 einstimmig beschloss, wird dieses in den kommenden Wochen in Ursensollen erwartet. Die Fahrzeugweihe wird dann zusammen mit dem Florianstag am Dienstag, 5. Juni, ab 8 Uhr im Kubus und am Dorfplatz in Ursensollen gefeiert.

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