23.03.2018 - 16:16 Uhr
Vohenstrauß

Weitere Reaktion auf Brandrede des Vohenstraußer Feuerwehr-Ehrenvorsitzenden Heinrich Rewitzer für runden Tisch

Kreis- und Stadtrat Heinrich Rewitzer nimmt zu den Aussagen des Ehrenvorsitzenden Erhard Friedrich, die in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Vohenstrauß fielen, Stellung. "Die Kritik betrifft weder die Arbeit der Aktiven, noch die fachliche Kompetenz der aktiven Führungskräfte. Diese haben und leisten immer noch eine sehr gute Arbeit für die Allgemeinheit. Ich muss dies wissen, war ich jedoch selber über 40 Jahre aktiver Feuerwehrmann in verschiedenen Positionen." Wer Friedrich kenne, der weiß, dass er noch nie ein Blatt vor den Mund genommen habe. "Vieles von dem, was er sagte ist vielleicht überzogen, jedoch musste ich feststellen, dass einiges von seinen Aussagen einen wahren Kern hatte", findet Rewitzer.

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Er meint weiter: "Bedingt durch meine langjährige Tätigkeit bei der Feuerwehr Vohenstrauß habe ich mich in letzter Zeit mit vielen aktiven Feuerwehrleuten unterhalten. Ich bin dabei zu der Überzeugung gekommen, dass es an der sozialen Kompetenz einiger Vereinsführungskräfte mangelt. Vor allem gegenüber den älteren Aktiven lief nicht alles zum Besten." Rewitzer möchte nicht wieder alte Sachen aufwärmen, aber er finde die Aussage von Bürgermeister Andreas Wutzlhofer nicht förderlich, wenn er diese Aktiven, die mehr als 30, zum Teil sogar 40 Jahre aktiven Dienst hinter sich haben und so auch durch ihre Arbeit für den guten Ruf der Feuerwehr Vohenstrauß beigetragen haben, so "herabwertend bewertet". "Ich habe mich mit ihnen unterhalten und von der Problematik, die sie mit den Führungskräften des Vereins wie auch des Kommandanten hatten, Kenntnis genommen. Die Arbeit der aktiven Feuerwehrleute und die fachliche Kompetenz der Führungskräfte wurde von keinem dieser Kameraden in Frage gestellt. Auch ich stelle diese nicht in Frage. Nur der ihrer Ansicht nicht gerechte Umgang von Führungskräften und des Vereinsvorstandes mit ihnen wurde mir mit Beispielen erläutert", betont Rewitzer. Dass dies von ihnen nicht nur so dahingesagt wurde, könne er aus eigenen Erfahrung, die er vor seinem Austritt aus der Feuerwehr Vohenstrauß machen musste, nur bestätigen.

"Gerade deshalb bin ich immer noch der Meinung, die beiden Parteien sollten sich unter Leitung eines Mediators an einen runden Tisch setzen und offen über die Probleme reden", schlägt Rewitzer vor. Diesen Vorschlag habe zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier schon in der Jahreshauptversammlung ausgesprochen. Die Äußerungen von Wutzlhofer, so wie sie in der Kommandantenversammlung jetzt gefallen sind, hält Rewitzer dagegen nicht für förderlich: "Diese Problematik auszusitzen, ist nicht nur schädlich, sondern gibt diesen Kameraden das Gefühl, mit ihren Sorgen und Nöten allein gelassen zu werden." Schon um die gute Arbeit aller Aktiven in den Feuerwehren zu würdigen, sollten man versuchen, diesen Riss zu heilen, "indem wir alle Beteiligten an einen Tisch zusammenbringen". Ein "einfach weiter so" und Totschweigen sei nicht förderlich.

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