04.03.2018 - 20:00 Uhr
Waldsassen

Rückschau bei der der Artillerie- und Reservistenvereinigung Brückenbau in bester Erinnerung

"Wenn ich mir das so ansehe, zweifle ich, ob wir überhaupt einen Architekten für den Steg über die Wondrebaue benötigen. Das lassen wir einfach euch machen", scherzt Bürgermeister Bernd Sommer, als er die Leistungen der Artillerie- und Reservistenvereinigung würdigt. Der Brückenschlag über die Wondreb ist nicht nur ihm in bester Erinnerung.

Für ihre langjährige Sammlertätigkeit ehrte die Artillerie- und Reservistenvereinigung Siegfried Bayer (Zweiter von links), Katja Jakobi und Wolfgang Filchner (Zweiter von rechts). Bürgermeister Bernd Sommer (rechts) und Bruno Salomon (links) gratulierten. Bild: flm
von Florian MüllerProfil

Vorsitzender Gerhard Paintner von der Artillerievereinigung und Bruno Salomon von der Reservistenkameradschaft freuten sich über das Interesse von rund 25 Mitgliedern an der Jahresversammlung. Paintner erinnerte an zahlreiche Termine im vergangenen Jahr, an die Teilnahme am Volkstrauertag mit der Traditionsstandarte, am Neujahrsempfang der Stadt und auch an den gemeinsamen Stand mit den Reservisten beim Bürgerfest. "Der Verkauf von Getränken, Kesselfleisch und Käse mit Brezen war rückläufig. Jedoch fanden die vor drei Jahren neu ins Sortiment aufgenommenen Kartoffelspiralen einen guten Absatz." Auch Bruno Salomon gab in seinem Bericht mit Bildern einen Überblick über das vergangene Jahr: Verschiedene Schießmeisterschaften, vor allem das Kaiserjägerschießen in Innsbruck oder die Meisterschaft des Reservisten-Kreisverbandes Oberpfalz Nord weckten Erinnerungen. Höhepunkt war einmal mehr das Biwak im Sommer: "Aufgrund der besseren Witterungsbedingungen haben wir uns entschieden, den Termin vom Herbst vorzuverlegen. Dadurch besteht die Möglichkeit, vor allem abends noch länger bei angenehmen Temperaturen am Lagerfeuer zusammenzusitzen", erklärte Salomon. Beim Ausbildungstag unter dem Thema "Katastrophenhilfe" mit dem THW-Ortsverband Marktredwitz wurde der Bau eines Behelfsstegs mit Einsatzgerüst-System über die Wondreb geübt. Die gemeinsame Ausbildung mit dem THW erfolgt nun schon seit über zehn Jahren. Nach der traditionellen Feldmesse in der Allerheiligenkirche nahe Wernersreuth wurde Pater Romanos verabschiedet. Bei der Adventsfeier konnten Urkunden und Ehrennadeln des Reservisten-Landesverbandes Bayern an Wolfgang Sommer für 55 Jahre und Florian Hruby für 10 Jahre Mitgliedschaft überreicht werden. Der stellvertretende Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Werner Eckstein erhielt für seine 33- jährige Tätigkeit die neue Vereinsjacke. Beide Kassenwarte berichteten von einer guten finanziellen Lage. In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Bernd Sommer die Unersetzlichkeit der Helfer im Katastrophenschutz: "Überall gibt es heute Maschinen. Aber diese Arbeit, die ihr macht, kann man einfach nicht durch Maschinen ersetzen!" Ein Problem sei der Nachwuchs: "Durch die fehlende Wehrpflicht wird es immer schwieriger, junge Leute für solche Vereine zu begeistern", erklärte Sommer. Auch den Einsatz beim Bürgerfest lobte er ausdrücklich. Der Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Markus Nägl hob in seinem von Bruno Salomon verlesenen Grußwort die europäische Bedeutung der Aktion hervor: Dadurch würden Erinnerungen, insbesondere für die nächsten Generationen, erhalten und ein friedliches Zusammensein in Europa gefördert.

Im Anschluss nahm Bürgermeister Bernd Sommer die Ehrung von langjährigen Sammlern für die Kriegsgräberfürsorge vor: Katja Jakobi wurde mit der bronzenen, Wolfgang Filchner und Siegfried Bayer jeweils mit der weiß-goldenen Verdienstspange, der höchsten Auszeichnung für mehr als 30 Jahre Friedhofssammlung, geehrt. Nicht fehlen durfte in der Versammlung eine Terminvorschau: So findet am 7. April ein Ausbildungstag in Weiden statt: Hier sei unter anderem die Besichtigung der Drohnenhalle der Bundeswehr geplant.

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