23.05.2018 - 22:06 Uhr
Oberpfalz

Bayernliga-Relegation SpVgg SV verliert in Vach

Jetzt muss im Rückspiel ein Sieg her: Die SpVgg SV Weiden unterliegt im Hinspiel der Bayernliga-Relegation mit 1:2 (0:1) beim ASV Vach und steht am Samstag ab 16 Uhr im heimischen Sparda-Bank-Stadion unter dem Druck des Gewinnenmüssens.

von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Vach/Weiden. Unterm Strich fiel der Sieg des Tabellenzweiten der Landesliga Nordwest am Mittwochabend vor rund 400 Zuschauern nicht unverdient aus. Allerdings nahm der Unparteiische maßgeblich Einfluss auf das Ergebnis. Binnen weniger Minuten traf der überforderte Schiedsrichter in der 2. Halbzeit zwei umstrittene Entscheidungen, die Weiden auf die Verliererstraße brachten. Zunächst zeigte er Christoph Hegenbart nach angeblich absichtlichem Handspiel bei einem Kopfballversuch im gegnerischen Strafraum die Gelb-Rote Karte, dann bewertete er ein Handspiel im Weidener Strafraum als elfmeterwürdig. Den Strafstoß verwandelte Daniel Eich zum Siegtreffer für die Gastgeber (67).

"Was sich der Schiedsrichter an Fehlentscheidungen geleistet hat, war happig", schimpfte Florian Schrepel nach dem Schlusspfiff. "Das war spielentscheidend, was er gegen uns gepfiffen hat." Allerdings kritisierte der SpVgg-SV-Trainer nicht nur die Leistung des Referees, sondern auch die seiner Mannschaft vor allem in Halbzeit eins: "Wir waren zu ängstlich und zu weit weg vom Gegner.". Als positiv wertete Schrepel das Auswärtstor: "Damit ist am Samstag noch alles drin für uns." Allerdings wird dann wohl einer der Aktivposten der letzten Wochen ausfallen. Stürmer Adam Hajek erlitt eine Oberschenkelverletzung und wird im Rückspiel kaum auflaufen können.

Die SpVgg SV begann mit der Formation, die im Bayernliga-Schlussspurt fünf Siege in Folge eingefahren hatte. Lediglich  Michael Busch ersetzte  Ondrej Brusch im Mittelfeld. Beim Gegner stand Ersatzkeeper Jonas Dirr zwischen den Pfosten, da Stammtorwart Markus Kredel im Stau stand.

Nach verhaltenem Beginn übernahm Vach nach einer Viertelstunde zumindest optisch das Kommando. Die erste richtig gefährliche Aktion des Landesligisten führte prompt zum 1:0 (29.): Ein scharf und flach nach innen getretener Flankenball fand in Julian Konrad einen Abnehmer. Freistehend verwandelte der Mittelfeldspieler aus zwölf Metern das Zuspiel ins linke untere Eck. Weiden antwortete, aber Benjamin Werner scheiterte fast im Gegenzug bei einer Großchance an ASV-Goalie Dirr. Bis zur Halbzeit wirkten die Vacher Akteure agiler und ballsicherer, bei der SpVgg SV blieben die Anspiele in die Spitze oft nur Stückwerk.

Nach dem Wechsel schien sich die Wende zu vollziehen. Innenverteidiger Martin Bächer wurde für seinen mutigen Vorstoß in den gegnerischen Strafraum belohnt. Mit dem linken Fuß traf er aus 14 Metern flach ins Ecke zum 1:1 (50.). Die stärkste Weidener Phase wurde aber jäh unterbrochen. Schiedsrichter Steffen Ehwald geriet nun zum Buhmann für den Weidener Anhang.

Als Christoph Hegenbart im ASV-Strafraum hochstieg und sich den Ball an die eigene Hand und von dort ins Tor köpfte, schickte ihn Ewald mit der Ampelkarte vom Platz (65.). Nur zwei Minuten später die nächste strittige Entscheidung: Bei einem Schuss von Daniel Eich sah der Schiri ein Handspiel von Thomas Wildenauer. Den Elfmeter verwandelte Eich selbst zum 2:1 (67.). Wegen einer Lappalie musste wenig später auch der Vacher Julian Konrad mit Gelb-Rot vom Platz. Der Referee verlor nunmehr komplett die Übersicht und zeigte nach einem Foul einem falschen Vacher die Gelbe Karte. Der mit Gelb vorbelastete Sündenbock Christian Kohl entkam so einem Platzverweis. In der Schlussphase schaffte es der Gast nicht mehr, gefährliche Aktion im gegnerischen Sechzehner zu produzieren.

Ungeachtet des Frusts und Ärger über die Begleitumstände der Niederlage müssenen sich die Weidener am Samstag deutlich steigern. "Jetzt müssen wir schnell den Kopf freibekommen", sagte Schrepel. "Wir haben ja noch alle Chancen."ASV Vach: Dirr, Hassa, Mirschberger, Konrad, Eich, S. Röder, R. Röder (78. Krapfenbauer), Kohl, Zametzer (87. Ruckriegl), Haas, Benes (90.+4) Horlamus

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