15.05.2018 - 20:42 Uhr
Oberpfalz

Alois Lukas kredenzt Hochprozentiges: Vom Obst zum Obstler

Es braucht reife Früchte, um aus Obst einen guten hochprozentigen Obstler zu brennen. Das verrät Alois Lukas beim Heimatring.

„Obstler brennen ist eine Wissenschaft für sich“, erläuterte Alois Lukas (Zweiter von links) und er lud die Delegierten des Heimatrings zu einer Schnapsprobe von Zwetschgen-, Birnen-, Apfelschnaps ein. Günther Magerl (rechts) bedankte sich für die hochprozentige Spende und Helmut Schwägerl (links) sowie Peter Ertl servierten den Umtrunk. Bild: Dobmeier
von Autor rdoProfil

Vorweg dankte Vorsitzender Günther Magerl bei der Monatsversammlung in der "Almhütte" allen Helfern beim Maibaumfest. Um kurz nach 16 Uhr sei der Bratwurststand nach 600 Paar ausverkauft gewesen. Die Einhaltung der neuen EU-Datenschutzverordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft tritt, beschäftigt die Vereine. Sie müssen vorhandene Mitgliedsdaten kontrollieren und pflegen und gegebenenfalls nachträgliche eine Nutzungserlaubnis einholen. Magerl hat dazu Informationen für jeden Verein erstellt. Er steht auch als Ansprechpartner für Rückfragen zur Verfügung.

Die zwei Busse für den Ausflug ins Oberpfälzer Freilandmuseum und zum Freilichtspiel "Hussenkrieg" nach Neunburg vorm Wald am 4. August sind ausverkauft. Wer doch nicht mitfahren kann, möchte sich beim Vorsitzende melden, damit Nachrücker einspringen können. OWV-Vorsitzender Alois Lukas berichtete, dass trotz Leitungsarbeiten in Letzau die Strobelhütte zu den üblichen Zeiten bewirtet wird. Am Ende erzählte Lukas von seinem Hobby: der Schnapsbrennerei. Wohin mit den Früchten, wenn die Ernte üppig ausfällt? Mit der Erzeugung von Obstler könne das Obst konserviert und ewig haltbar gemacht werden. Nur gute Früchte ergeben auch einen guten Geschmack, berichtete Lukas, der auf seinem Hof das Brennrecht im September 2009 per Antrag beim Hauptzollamt Regensburg erhielt.

Zwetschge und späte, saftige Herbstäpfel würden sich besonders gut eignen. Schwierig werde es bei der Verarbeitung von Kornäpfeln und Birnen wegen des schnellen Reifungsprozesses. Wenn es sich beispielsweise um einen Himbeergeist handle, deute die Endung "Geist" das vorherige Einlegen von Früchten in Alkohol an. "Von einem guten Schnaps bekommt man kein Kopfweh, wenn man natürlich zu viel genießt - dann auch", sagte Lukas. Das Brennrecht werde vom Zollamt kontrolliert, damit nicht "schwarz" gebrannt wird. Für einen Liter 40-prozentigen Schnaps erhebt der Staat vier Euro Steuer. Es brauche aber viel Geduld. Er betreibe die Brennerei mit Sohn Alois Lukas Junior zum Hobby.

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